und in Oberſchleſien zu Teſchen, Ratibor, Op⸗ peln, Troppau, Jägerndorf, Falkenberg, Auſch⸗ witz, und Leobſchuͤtz. Die getheilten Intereſſen dieſer kleinen Dynaſten hinderten die Fortſchritte des innern Staatslebens, und laͤhmten die kräftigere Ankuͤndigung nach außen, wie ſich bei dem Vor⸗ dringen der tatariſchen Stämme im Jahre 1241 bis in die Gegend von Liegnitz zeigte. Mur die ſchleſiſche Ritterſchaft und die Städte gewannen bei der Ohnmacht und Geldbeduͤrftigkeit der in ihrer Macht beſchraͤnkten einheimiſchen Fürſten.
Bald gelang es den Koͤnigen von Boͤhmen, bei der Abneigung der ſchleſiſchen Fürſten gegen Polen, und bei der Furcht, die vorige Abhaͤngigkeit von Polen erneuert zu ſehen, eines bedeutenden Einfluſ⸗ ſes auf die Angelegenheiten Schleſiens ſich zu ver⸗ ſichern, was in ſpaͤterer Zeit in die vollige Unterord⸗ nung Schleſiens unter die böhmiſche Lehnshoheit uͤberging. Der erſte Schritt zu dieſem folgenreichen Ergebniſſe geſchah, als der Koͤnig Wenzel III. von Bohmen(entweder durch Kauf oder durch Vermächt⸗ niſ) im Jahre 1247 das ſchleſiſche Furſtenthum 1247 Troppau erwarb; der zweite, als der Herzog Ka⸗ 1289 ſimir von Oppeln den Schutz des Koͤnigs Wen⸗ zel W. von Böhmen gegen ſeinen Vetter, den Her⸗ zog Heinrich von Breslau, ſuchte, und ſein Fuͤrſten⸗ thum deshalb der Krone Bohmen zum Lehen auf⸗ trug.
Noch raſcher verbreitete ſich die Lehnshoheit Böhmens über Schleſien, und das daraus hervor⸗ gehende Schutzrecht der Vaſallen, ſeit die Luxem⸗ burgiſche Dynaſtie den böhmiſchen Thron beſtie⸗ 1310
gen hatte. Schon in der Geſchichte der Mark Brandenburg ward der umſichtigen Staatskunſt der
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