Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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dem teutſchen weichen wußte; ſo nachtheilig war doch die Theilung Schleſiens ſelbſt, wie ſich bereits im Jahre 1178 bei Konrads unbeerbtem Tode zeigte. Er fuͤhrte zu einem Bruderkriege zwiſchen Boleslav und Miecislav, unter welchem, wie bei allen Fami⸗ lienkaͤmpfen, das Land beider am meiſten litt. Da trat ihr Vetter, Konrad von Polen, verſoͤhnend in ihre Mitte. Er war großmuͤthig genug, zur Aus⸗ gleichung zwiſchen beiden das ihm gehoͤrende Fuͤrſten⸗ thum Auſchwitz an Schleſien abzutreten, worauf Schleſien in zwei von einander voͤllig unabhaͤngige Herzogthuͤmer Ober⸗ und Niederſchleſien, mit den Regierunßsſitzen zu Teſchen und Liegnitz getheilt, und Oberſchleſien dem Miecislav, Nieder⸗ ſchleſien dem Boleslav zugewieſen ward. Die fruͤ⸗ her beſtandene Abhängigkeit von Polen erloſch voͤllig ſeit dieſer Zeit, obgleich die ſchleſiſchen Herzoge noch den polniſchen Landtag beſuchten; doch ward da⸗ mals zwiſchen Polen und Schleſien ein Buͤndniß zur gegenſeitigen Unterſtuͤtzung auf den Fall eines Angriffes verabredet.

Obgleich ſeit dieſer Theilung die, in derſelben angenommene, Bezeichnung des Landes in Ober⸗ und Niederſchleſien beibehalten ward; ſo ſank doch die Kraft des Staates ſelbſt unter den haͤufigen Län⸗ dertheilungen zwiſchen den Nachkommen der beiden Hauptlinien, weil das Recht der Erſtgeburt nicht in die Grundgeſetze des Landes aufgenommen wor⸗ den war. So gab es nach und nach in Nieder⸗ ſchleſien beſondere Fuͤrſtenthuͤmer zu Liegnitz, Breslau, GElogau, Schweidnitz, Sagan, Sels,

Jauer, Muͤnſterberg, Steinau, Neiße, Koſel,