Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Sprache, Verfaſſung und Sitte genau bekannt ge⸗ worden waren. Dies wirkte mächtig auf Schleſien zuruͤck, als ihre Wiederherſtellung in dieſem Lande erfolgte. Denn, nach ihres Vaters Tode, bewirkte

die Verwendung des Koͤnigs von Boͤhmen bei ihrem Oheim, dem Boleslav von Polen, der zugleich einen Kampf mit dem aus Italien ſiegreich gekehr⸗

ten Kaiſer Friedrich dem erſten zur Behauptung der Rechte ſeiner Neffen befuͤrchten mußte, daß er den

drei in Teutſchland erzogenen Prinzen, in einem

mit ihnen abgeſchloſſenen Vertrage, im Jahre 1163 1163 ganz Schleſien zuruͤckgab. Dagegen mußten

ſie, obgleich die Nachkoöͤmmlinge der aͤlteſten aus Polen ſtammenden Linie der Piaſten, auf Polen

und mehrere ihrem Vater vormals gehorende Be⸗ ſitzungen Verzicht leiſten.

Durch dieſen wichtigen Vertrag ward Schle⸗ ſien von Polen getrennt, und gelangte zur Unabhängigkeit und Selbſtſtaͤndigkeit. Doch ward, ſogleich im folgenden Jahre, die poli⸗1164 tiſche Macht und Kraft des Herzogthums Schleſien geſchwaͤcht, als die drei Bruͤder das vertragsmäßig erworbene Land unter ſich theilten. In dieſer Theilung nahm der aͤlteſte Bruder Boleslav Mit⸗ telſchleſien, und regierte zu Breslau. Der zweite Bruder Miecislav, der ſich Herzog von Rati⸗ bor nannte, und uber Oberſchleſien regierte, waͤhlte Teſchen zum Sitze ſeiner Regierung. Der dritte Bruder Konrad bekam Niederſchleſien, und wohnte zu Glogau. So wohlthaͤtig in ihren Folgen die vollige Trennung Schleſiens von Polen ſich be⸗

3 waͤhrte, weil der ſlaviſche Volkscharakter almählig