Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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tigte, und der den Kaiſer Otto III. vermochte, fuͤr Polen im Jahre 1000 das Erzbisthum Gneſen zu gruͤnden, welchem das in Schleſien beſtehende Bisthum Breslau untergeordnet ward.

Gelegen in der Mitte zwiſchen den maͤchtigern

Reichen Boͤhmen und Polen, waren Schleſiens Herzoge bald von dem einen, bald von dem andern Reiche abhängig, und Schleſien ſelbſt blieb der Schauplatz der Kaͤmpfe zwiſchen beiden Volkern. 1097 Gegen das Ende des eilften Jahrhunderts erhielt Boleslav, ein Sohn des Koͤnigs Wladislav von Polen, nach dem letzten Willen ſeines Vaters, Schleſien, Cracau und Sendomir; er verband in der Folge damit die Herrſchaft uͤber Polen. Bei 1138 ſeinem Tode verordnete er eine Theilung ſeiner Länder unter ſeine vier Söhne. Der Erſtgebohrne, Wladislav, vermaͤhlt mit Adelheid, der Tochter des teutſchen Sigs Konrad III., ſollte uͤber Schle⸗ ſien, Cracau und einige andere polniſche Landſchaf⸗ ten herrſchen, und ihm die Oberhoheit uͤber ſeine drei nachgebohrnen Bruͤder zuſtehen. Als er aber, aufgeregt von ſeiner Gemahlin, ſeine Bruͤder von der Regierung in den ihnen zugetheilten Laͤndern ausſchließen wollte, ward er von ihnen beſiegt und nach Teutſchland vertrieben. Sein nachgebohrner 1145 Bruder Boleslav ward Herr von Schleſien, und behauptete ſich in dem Beſitze, ſelbſt gegen den nach 1157 Schleſien vorgedrungenen Kaiſer Friedrich I. Der vertriebene Wladislav ſtarb im Jahre 1159 zu Al⸗ tenburg.

Er hinterließ drei Sohne: Boleslav, Mie⸗ cislav und Konrad. Das traurige Schickſal ihres Vaters hatte fuͤr ſie den Vortheil gehabt, daß ſie auf teutſchem Boden erzogen, und mit teutſcher