Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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giſch⸗preußiſche Staat von vielen Mißgriffen und Fehlern, die unter Friedrich dem erſten die lebens⸗ volle Entwickelung und den froͤhlichen Fortſchritt des innern Staatslebens aufgehalten hatten.

Die große politiſche Frage, welche der ſpaniſche Erbfolgekrieg löſen ſollte, war bereits entſchieden, als Friedrich Wilhelm den Thron beſtieg. Der hoch⸗ bejahrte Ludwig XlV. hatte im Laufe deſſelben Er— fahrungen gemacht, die er in der Zeit ſeines maͤnn⸗ lichen Alters, waͤhrend ſeiner keck verſuchten Dicta⸗ tur uͤber den halben Erdtheil, nicht ahnen konnte. Das Principat, das er durch ſeine Heere und durch ſeine hinterliſtige Staatskunſt fuͤr einen Augenblick erſtrebt hatte, war auf das, durch ſeine neubegruͤn⸗ dete freie Verfaſſung maͤchtig geſtaͤrkte, Großbri⸗ tannien uͤbergegangen; denn Despotieen konnen auf die Dauer nie den Wettkampf mit Staaten aus⸗ halten, die, unter gleichen oder doch ähnlichen Ver⸗ haͤltniſſen der politiſchen Macht in Hinſicht auf Be⸗ volkerung und Wohlſtand, auf einer fteien und volksthuͤmlichen buͤrgerlichen Verfaſſung beruhen, weil die Geiſterwelt, im Kreiſe des Buͤrgerthums, wie im Kreiſe der Wiſſenſchaft, nicht dem eiſernen Scepter der Willkuͤhr und des Zwanges, ſondern dem hohen Geſetze der ſittlichen und buͤrgerlichen Freiheit folgt. Nur der unerwartete ftuhzeitige Tod des Kaiſers Joſeph des erſten, der dem nach⸗ gebornen Bruder deſſelben die Throne der öſtreichi⸗ ſchen Monarchie eroͤffnete, konnte die Seemächte veranlaſſen, den Enkel Ludwigs XIV. auf den Thro⸗ nen Spaniens und Indiens anzuerkennen, damit das politiſche Gleichgewicht im europaiſchen Staa⸗