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nach ſeinem Regierungsantritte beendigte der Friede zu Utrecht den ſpaniſchen Erbfolgekrieg. Bald nach dieſem Frieden ſtarb„der Erbfeind Teutſchlands“, wie Ludwig XIV. von dem teutſchen Reichstage ſelbſt genannt ward, und ein Kind auf dem Throne Frank⸗ reichs, unter der launenhaften und in ihrer un⸗ mitteibaren Naͤhe vielbeſchäftigten Verwaltung des Prinz⸗Regenten, war dem Auslande in dieſer Zeit nicht gefaͤhrlich. Die glaͤnzende Zeit des nieder⸗ laͤndiſchen Freiſtaates war ebenfalls vorbei; denn alle Staaten erreichen einen Höhepunct, den ſie, nach Naturgeſetzen und nach den Geſetzen der poli⸗ tiſchen Ordnung der Dinge, nicht zu uͤberſchreiten vermögen. Mit den Regenten Großbritanniens und Hannovers war Friedrich Wilhelm nahe verwandt; denn ſeine Gemahlin Sophia Dorothea war die Schweſter Georgs des zweiten, obgleich beide Schwa⸗ ger einander nicht geneigt waren. Schwedens Macht erloſch nach Karls des zwölften Tode; das anarchiſche Polen war fur keinen Nachbarſtaat bedenklich, und nach dem Tode Peter des Großen drohte, einige Jahrzehnte hindurch, auch von dem auf eine rie⸗ ſenhafte Unterlage geſtuͤtzten Rußland keine Gefahr. Nur gegen Oeſtreich war Friedrich Wilhelm in ein⸗ zelnen Faͤllen nachgiebiger, als es das Intereſſe ſei⸗ ner Monarchie verſtattete; doch beſchraͤnkte auch dieſe Nachgiebigkeit ſich blos auf eingegangene Ver⸗ traͤge, die zu keinem Kriege fuͤhrten, weil die Stim⸗ mung der Regenten der damaligen europäiſchen Hauptmaͤchte friedlich war.—
Unter ſolchen aͤußern Verhältniſſen, und bei dieſem im Innern der Monarchie waͤhrend Friedrich Wilhelms Regierung waltenden Geiſte der Ordnung und der Sparſamkeit, erholte ſich der brandenbur⸗


