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gefiel ſich in einer ſtreng berechneten Hofetikette; Friedrich Wilhelm war einfach, hoͤchſt genügſam, und vermied allen aͤußern Schimmer. Friedrich I. war verſchwenderiſch, und haͤufte, bei einer unge⸗ regelten Finanzverwaltung, Schulden auf ſeinen Staat, der in keiner Beziehung als reich gelten konnte; Friedrich Wilhelm war ſparſam, brachte Recht und Ordnung in den Staatshaushalt, und ſammelte einen Schatz von mehr als neun Millio⸗ nen Thalern. Friedrich I. war unbeſtimmt, launiſch, wetterwendiſch; Friedrich Wilhelm kuͤndigte ſich in allem mit Beſtimmtheit, nicht ſelten mit Strenge und Hürte, ja ſelbſt in einzelnen Fällen nicht ohne Jähzorn und Leidenſchaftlichkeit an. Sogar in ſei⸗ ner eigenen Familie war er kein milder Hausvater, und namentlich begriff er nicht die Individualität ſeines Kronprinzen, ob dieſer gleich— und dies
iſt ein Diamant mehr in dem Diademe des großen
Koͤnigs— dem ſtrengen Vater in ſeinen„Denk⸗ wuͤrdigkeiten der brandenburgiſchen Geſchichte“ volle Gerechtigkeit widerfahren ließ. Die Wiſſenſchaf⸗
*) Friedrich II. ſagt von ihm im vierten Theile ſeiner Memoiren:„Il avoit une ame labo- rieuse dans un corps robuste; jamais homme ne fut n avec un esprit aussi capable de détails. Il travailla au rétablissement de l'ordre des finances, la police, la justice et le militaire, parties, dui avoient ét 6gale- ment negligées sous le règne précédent. Il retrancha toutes les dépenses inutiles, et Poucha les canaux de la Profusion, par lesquels son pore avoit détourns les se- cours de ahondance publique à des usages vains et superflus. 11 donnoit l'exemple


