Bereicherung, nicht fuͤr das heilige Geſammtintereſſe des Staates wirkten, hat die Geſchichte Preußens längſt ſchon neben den Namen des Grafen Adam von Schwarzenberg geſtellt.
Der Koͤnig Friedrich der erſte endigte ſeine ir⸗ diſche Laufbahn am 25. Febr. 1713. Die Erwer⸗ bung der Koͤnigswuͤrde, die Stiftung der Hochſchule zu Halle, die Begruͤndung der Akademie der Wiſ⸗ ſenſchaften, und die Vermehrung ſeiner Staaten durch Meurs, Lingen, Tecklenburg, Neuenburg und Limpurg, ſind die hellen Puncte in dem Zeitraume des Vierteljahrhunderts, waͤhrend deſſen er an der Spitze des brandenburgiſch⸗preußiſchen Staates ſtand.
Ihm folgte ſein Sohn, Friedrich Wilhelm der erſte.
3 weiter Abſchnitt.
Der brandenburgiſch⸗preußiſche Staat während der Regierungszeit des Koͤnigs Friedrich Wilhelm des erſten;
von 1713— 1740.
So verſchieden die Individualität Friedrich Wil⸗ helms I. von der Individualität ſeines Vaters war; ſo verſchieden waren auch die Grundſätze ihrer Re⸗ gierung und Staatsverwaltung. Friedrich I. erman⸗ gelte der Feſtigkeit des Charakters; Friedrich Wil⸗ elm war ein Mann voll Ernſt und Kraft. Auf Friedrich den erſten wirkte ſeine jedesmalige Umge⸗ bung bedeutend ein; Friedrich Wilhelm nahm nur die in ſeine Umgebung auf, die ſeinen eignen An⸗ ſichten zuſagten. Friedrich I. war glanzſuchtig, und


