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1709 Sturze im Jahre 1709, die von ihm erpreßten
Millionen auf ſeine in der Pfalz gelegenen Güter mitnahm, und nur dem Freunde Wartenbergs, dem Grafen von Wittgenſtein, bei ſeiner Fortſchickung aus dem Staate, die Summe von 80,000 Thalern entriſſen ward! Schon das war ein Beweis der Schwaͤche Friedrichs, daß erſt durch ſeine ſpätern Guͤnſtlinge, die beiden Bruͤder und Schachſpieler Kameke, der Sturz Wartenbergs bewirkt ward, obgleich der Kronprinz Friedrich Wilhelm daran Antheil hatte. Und wie viele Tauſende von Men⸗ ſchen, wie große Summen wurden in dem ſpani⸗ ſchen Erbfolgekriege, ohne allen weſentlichen Erfolg fur das unmittelbare Staatsintereſſe Preußens, hin⸗ geopfert! Wie wenig nuͤtzte doch, wenn man die theuer erkaufte Anerkennung der preußiſchen Konigs⸗ wuͤrde abrechnet, die Anhänglichkeit des Königs an Oeſtreich ſeinem Staate! Was half es dieſem, daß die braven Preußen, namentlich in Italien, bei der Eroberung der ſpaniſchen Provinzen fuͤr das Haus Habsburg, fielen!
So verlief die Regierungszeit Friedrichs des er⸗ ſten, ohne daß er auf der von ſeinem großen Va⸗ ter vorgezeichneten Bahn das innere und äußere Staatsleben kräftig emporgehoben und fortgebildet hatte! Nur da, wo ſeine zweite Gemahlin, So⸗
phia Charlotte, aus dem Churhauſe Hannover,
die Mutter des Kronprinzen und Freundin des gro⸗ ßen Leibnitz, einwirken konnte, oder da, wo in fruherer Zeit der wackere, nur zu hald verkannte und verdrängte, Dankelmann den Willen des Königs beſtimmte, geſchah das, was der Monar⸗ chie wahrhaft frommte; denn die Wartenberge, Wittgenſteine und Wartensleben, die nur fur ihre


