Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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23 wuͤrde ungerecht gegen den koͤniglichen Stifter ſeyn, wenn ſie nicht die echtteutſche Beſtimmung, und die, den Koͤnig und ſeine Stiftung ehrende, große Aufgabe der. von ihm begruͤndeten Akademie der Wiſ⸗ ſenſchaften anerkennen wollte! Wie vieles fuͤr die Fortbildung der teutſchen Sprache, ſo wie der Ge⸗ ſchichte Teutſchlands und der brandenburgiſch⸗preu⸗ ßiſchen Monarchie haͤtte geleiſtet werden können, wenn dieſe Akademie ſich nicht in einzelnen Zeitabſchnit⸗ ten von dem Buchſtaben und dem Geiſte des ko⸗ niglichen Stiftungsbriefes entfernt haͤtte! Doch war es dem neunzehnten Jahrhunderte vorbehalten, den Geiſt der Urkunde vom 11. Juli 1700 von neuem aufzufaſſen und feſtzuhalten.

Neben dieſem Lichte, welches auf die Regie⸗ rungszeit Friedrichs des erſten in Hinſicht des in⸗ nern Staatslebens faͤllt, darf aber auch der Schat⸗ ten nicht verſchwiegen werden. Unter ſeinen per⸗ ſönlichen Schwaͤchen trat Mangel an Feſtigkeit des Willens, Glanzſucht und verfehlte Nachahmung der Sitten und der Pracht des franzoſiſchen Hofes un⸗ ter Ludwig dem vierzehnten hervor, ſo lange auch Friedrich dieſen König in offenem Kriege bekämpfte. Sollte aber die Glanzſucht des Koͤnigs und die Hab⸗ ſucht ſeiner Guͤnſtlinge, namentlich des, an des edlen Dankelmanns Stelle getretenen, pfälziſchen Grafen von Wartenberg befriedigt werden; ſo mußte man die Steuern und Abgaben ununterbrochen ſtei⸗ gern, ohne daß doch der Wohlſtand des Volkes ei⸗ nen hoͤhern Zuwachs erhielt. Was half es, daß der von Friedrich Wilhelm geſammelte Schatz be⸗ reits im Jahre 1690 verſchwendet, und im In⸗ und Auslande geborgt ward. Wie nachtheilig war es fuͤr das Land, daß Wartenberg, nach ſeinem