Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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ſchaͤdigen verſprach, den Anfall dieſes Landes, auf welches ſeinem Hauſe die fruͤhere kaiſerliche An⸗ wartſchaft zuſtand.

In dem innern Staatsleben der Monarchie finden ſich, waͤhrend der Regierung Friedrichs 1. Licht⸗ und Schattenſeiten neben einander. Viele Proteſtanten, die ihrer Religion wegen gedruckt wurden, ſiedelten ſich, während dieſer Zeit, in Frie⸗ drichs Laͤndern an, namentlich Pfaͤlzer, Wallonen und aus dem, von Frankreich beſetzten, Fuͤrſten⸗ thume Drange. Er unterſtuͤtzte mehrere derſelben mit Vorſchuͤſſen; er ertheilte dieſen Koloniſten gleiche Rechte, wie den fruͤher, nach Aufhebung des Edicts von Nantes, eingewanderten Pugenotten; er ſtiftete fuͤr die Söhne der aufgenommenen Franzoſen ein beſonderes franzoͤſiſches Gymnaſium. Der Salzhandel auf der Saale ward durch ſechs neuan⸗ gelegte Schleuſen befordert; fuͤr den inlaͤndiſchen Handel ward der Friedrichsgraben gezogen; er er⸗ leichterte die Errichtung neuer Fabriken, und, durch einen Vertrag mit Hamburg, den Handel auf der Elbe; er gab eine neue Kirchenordnung, eine ver⸗ beſſerte Gerichtsordnung, und errichtete ein Ober⸗ appellationsgericht fuͤr ſeine geſammten teutſchen Provinzen. Unter allem aber, was er für das Gedeihen und die Bluͤthe des innern Staatslebens verfuͤgte, und wodurch ſein Name in den Zeitbuͤchern der folgenden Jahrhunderte mit Ehre und Ruhme genannt wird, ſteht die Stiftung der Univer⸗

1694 ſität Halle im Jahre 1694 oben an. Sogleich

bei ihrer Begrundung frei von dem beengenden Zunft⸗ weſen, wornach die im ausgehenden Mittelalter ge⸗

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