Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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ſchaft, auf ſeinen Vetter den Koͤnig von Preußen uͤbergehen ſollten. Dieſe Rechte machte der König Friedrich I. im Jahre 1707, nach dem Tode der 1707 Herzogin von Nemours, geltend, und erklaͤrte, daß er bei den damals von mehrern Familien erho⸗ benen Anſpruͤchen auf die erledigten Laͤnder die Entſcheidung des oberſten Gerichtshofes der drei neuenburgiſchen Stände aner⸗ kennen wollte. Der Ausſpruch dieſes Gerichts⸗ hofes entſchied fur die Rechte des Königs, worauf er als ſouverainer Fuͤrſt von Neuenburg und Valengin anerkannt ward. Dagegen be⸗ ſtätigte und gewährleiſtete der König, bei der in ſei⸗ nem Namen von dem Grafen von Metternich ein⸗ genommenen Huldigung, alle bis dahin beſtehende Vorrechte und Freiheiten beider Laͤnder.*) Außet⸗ dem erwarb der Konig Friedrich noch durch Kauf 1707 den Solmſiſchen Antheil an det Grafſchaft Teck⸗ lenburg, und durch Vertrag mit den letzten Be⸗ ſitzern der Grafſchaft Limpurg, in welchem det Koönig die weiblichen Nachkommen derſelben zu ent⸗

*) Dabei darf das wahrhaft königliche Wort Frie⸗ drichs IM. nicht vergeſſen werden, das in ſei⸗ nem Briefe an Voltaire vom 20. Sept. 1771 (hinterlaſſene Werke, Th. 9 S. 325) ſich fin⸗ det:Die Conbventionen, auf welche das Volk von Neuenburg ſeine Freiheit und ſeine Privi⸗ legien gruͤndet, ſind mir ehrwuͤrdig, und ich ſchließe meine Macht in die Grei⸗ zen ein, die es ſelbſt beſtimmt hat, als es ſich meinem Hauſe unterwarf. Dieſelbe Anerkennung geſchah von Friedrich Wilhelm III., als er im Jahre 1814 dieſem Furſtenthume eine zeitgemaße Verfaſſung gab.

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