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ſprach der König von Preußen dieſer einſeitigen Ver⸗ fuͤgung, konnte aber, waͤhrend des ſpaniſchen Erb⸗ folgekrieges, bei den Generalſtaaten die Anerken⸗ nung ſeiner Anſpruche nicht bewirken. Mehrere Jahre hindurch verwalteten vielmehr die General⸗ ſtaaten dieſe Erbſchaft; denn ſelbſt die von Friedrich
1706 dem erſten vorgeſchlagene Theilung der geſamm⸗
ten Erbſchaft zwiſchen Brandenburg und dem Hauſe Naſſau⸗Dietz ward nicht angenommen. Erſt im Jahre 1712, nachdem der Fuͤrſt Leopold von Deſ⸗ ſau die niederlaͤndiſche Beſatzung aus der Grafſchaft Meurs vertrieben hatte, gelangte der Koͤnig zum Beſitze derſelben, die in fruͤherer Zeit zu dem, von Preußen aus der Juͤlichſchen Erbſchaft gewonnenen, Herzogthume Cteve als Lehen gebörte. Der Kai⸗ ſer erhob dieſe Grafſchaft zum Fuͤrſtenthume. Auserdem erwarb der Koͤnig aus der oraniſchen Erbſchaft die Grafſchaft Lingen.
Das Fuͤrſtenthum Neuenburg mit der Graf⸗ ſchaft Valengin, die im Mittelalter zu dem Kö⸗ nigreiche Burgund gehoͤrten, ſpaͤter aber mit der ſchweizeriſchen Eidsgenoſſenſchaft in Bundesverhaͤlt⸗ niſſe traten, waren eine Zeitlang das Beſitzthum des Hauſes Chalons⸗Oranien. Mit Vorbehalte der oraniſchen Lehnsrechte gelangten aber dieſe Länder, unter Mitwirkung der Schweizer, an das Paus Longueville, und, nach dem Erloſchen des Mannsſtammes dieſes Hauſes, an die Schwe⸗ ſter des letzten Fuͤrſten, an die verwittwete Herzogin von Nemours. Allein bei dieſer Regierungs⸗ veraͤnderung erneuerte der Koͤnig Wilhelm III. im Jahre 1694 die Rechte ſeines Hauſes auf beide Länder, und beſtimmte zugleich, daß ſie, in Er⸗ mangelung der eigenen maͤnnlichen Nachkommen⸗


