Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Friedrich I. beruckſichtigte weder das eine, noch das andere; auch nahm der nordiſche Krieg ſogleich im Anfange eine ſolche Wendung, daß Dänemark zum Frieden mit Schweden genoͤthigt, und in Polen von Karl XKII. der Graf Stanislaus Leſczinsky als Ge⸗ genkoͤnig Auguſts aufgeſtellt ward, ſo daß blos Peter I., unbezwungen von ſeinem Gegner, auf dem Kriegsſchauplatze blieb, und in dem Siege bei Pultawa(1709) das bisherige politiſche Gewicht Schwedens fuͤr immer erſchuͤtterte. Denn, ſelbſt bei der darauf erfolgenden Erneuerung dieſes Krie⸗ ges, konnte Schweden ſeiner Gegner ſich nicht er⸗ wehren, und trat, nach Karls XKlI. Tode, mit be⸗ deutendem Verluſte aus dieſem Kampfe heraus, an welchem, nach dem Ableben Friedrichs I., auch Preußen Antheil nahm.

Zu den Erwerbungen, welche der brandenbur⸗ giſch⸗preußiſche Staat waͤhrend der Regierungszeit Friedrichs I. machte, gehoͤrten theils Lander aus der oraniſchen Erbſchaft, theils das Fuͤrſtenthum Neuenburg(Neufchatel) mit der Grafſchaft Va⸗ lengin. Die erſte Erwerbung gruͤndete ſich auf die Verwandtſchaft des Hauſes Hohenzollern mit der oraniſchen Dynaſtie, deren Mannsſtamm mit dem Könige Wilhelm III.(1702) erloſch; die zweite ver⸗ dankte der Koͤnig Friedrich I. der Entſch eibans der Stände Neuenburgs.

Die Erbguͤter des Hauſes Oranien waren keine zuſammenhaͤngende Beſitzung, ſondern lagen zer⸗ ſtreut in den Niederlanden und in Teutſchland, wie ſie in fruͤhern Jahrhunderten allmählig durch Kauf, Heirath und Erbſchaft erworben worden wa⸗