Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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wuͤrden; deshalb fand zwiſchen den Seemaͤchten und Frankreich eine Annäherung ſtatt, die zu den Frie⸗ densunterhandlungen zu Utrecht fuͤhrte, zu wel⸗1712 chen auch der Koͤnig Friedrich ſeine Abgeordneten ſandte, ob er gleich das Ergebniß dieſes Friedens nicht ſelbſt erlebte. 3

Gleichzeitig mit dem Kampfe um die ſpaniſche Erbſchaft im ſuͤdweſtlichen europaͤiſchen Staatenſy⸗ ſteme, ward im nordoͤſtlichen Staatenſyſteme des Erdtheils ein Krieg gefuͤhrt, der mit Recht der nordiſche Krieg genannt ward, weil, durch den Bund Dänemarks, Polens und Rußlands, die ſeit Guſtav Adolphs Zeiten bedeutend geſteigerte politi⸗ ſche Macht Schwedens erſchuͤttert werden ſollte. Da Preußen in dieſem Kriege neutral blieb; ſo gehoͤrt die Darſtellung deſſelben nicht in den Kreis der brandenburgiſch-preußiſchen Geſchichte, ob es gleich befremdet, daß Friedrich I. nicht an dieſem Kriege Theil nahm, deſſen Intereſſen ihm weit naͤher lagen, als die des ſpaniſchen Erbfolgekrieges. Denn dem Staatsintereſſe Preußens ſchien es entweder gemäß, beim Anfange des norbiſchen Krieges, auf die Seite der Gegner des jungen Koͤnigs Karl KII. von Schweden zu treten, um demſelben Pommern zu entreißen, auf welches der große Churfuͤrſt, der Uebermacht weichend, beim weſtphaliſchen Frieden ſo ungern verzichtet hatte; oder, nach der Ruͤck⸗ kehr Karls Xll. aus der Tuͤrkei im Jahre 1712, mit dieſem gegen die vom Czar Peter I. beabſichtigte und bereits begruͤndete Macht Rußlands an der Sſt⸗ ſee ſich zu verbinden, weil, nach der Verlegung des Regierungsſitzes von Moſtwa nach Petersburg, Oſt⸗ preußen durch die bedenkliche Nachbarſchaft Ruß⸗ lands bedroht werden konnte. Allein der Koͤnig