Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Churfurſten als König in Preußen an; der Churfuͤrſt verſpricht, waͤhrend des ſpaniſchen Erb⸗ folgekrieges, ein Heer von 10,000 Mann, auf ſeine Koſten, fuͤr Oeſtreichs Intereſſen zu ſtellen; bei der Kaiſerwahl die brandenburgiſche Churſtimme dem Hauſe Habsburg zu geben; in allen Reichsan⸗ gelegenheiten jedesmal mit dem Kaiſer zu ſtimmen; im churfurſtlichen Collegium wegen der koniglichen Wuͤrde keine neuen Anſpruche zu machen; auf alle ruͤckſtandige Huͤlfsgelder von Oeſtreich zu verzichten, und einen Theil der Beſatzung in der Reichsfeſtung Philippsburg zu ſtellen.

Der Churfurſt Friedrich genehmigte alle dieſe druͤckenden Bedingungen, mit der einzigen Ein⸗ ſchränkung in Hinſicht der brandenburgiſchen Chur⸗ ſtimme bei der Kaiſerwahl, daß dieſe, dafern ſehr wichtige Gruͤnde einträten, auch auf einen Fuͤrſten aus einem andern Hauſe fallen duͤrfte. MNoch in demſelben Jahre 1700 hatten dem Churfurſten der Czar Peter von Rußland, der König von Polen und der König von Daͤnemark im Voraus die Anerken⸗ nung der königlichen Wuͤrde verſprochen. Er machte daher am 16. December 1700, nach dem Abſchluſſe des Vertrages mit Leopold I., die Annahme der koͤniglichen Wuͤrde durch ein Manifeſt bekannt, und reiſete nach Koͤnigsberg, wo er am 18. Ja⸗ nuar 1701 zuerſt ſich, und dann ſeiner Ge⸗ mahlin die königliche Krone aufſetzte, und, zum Andenken dieſes großen Ereigniſſes, am 17. Januar den ſchwarzen Adlerorden ſtiftete. Der neue Konig grundete, an demſelben Tage, auch den Or⸗ den de la genérosité. Dieſen hob aber Friedrich 1I. im Jahre 1740 auf, und ſtiftete, an deſſen Stelle, den Orden pour le mérite. Obgleich Friedrich