Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Lauenburg, Sevenberg und Gersdorf, ſo wie die Reichsvogtei und das Reichsſchulzenamt zu Nord⸗ hauſen verkaufte. Wahrſcheinlich war in dieſe Kaufſumme auch die Ueberlaſſung des Peters⸗ berges bei Halle mit einbedungen, obgleich deſſelben im Vertrage nicht gedacht wird. Denn Branden⸗ burg bezahlte jene 300,000 Thaler erſt nach der Uebergabe des Petersberges am 10. Marz 1698 von Sachſen an Brandenburg. Der Petersberg war der letzte Ueberreſt von der Grafſchaft Wettin, welcher bis dahin bei dem, nach der alten Grafſchaft Wettin genannten und uͤber Meißen, Thuͤringen und Sachſen regierenden, Fuͤrſtenhauſe geblieben war.

Schon längſt hatte Friedrich der dritte nach der königlichen Wuͤrde geſtrebt; denn von ſeinen Col⸗ legen im Churcollegium war dem Churfurſten von Pannover die Ausſicht auf die Beſteigung des britti⸗ ſchen Thrones eroffnet, und der Churfurſt von Sach⸗ ſen im Jahre 1697 zum Könige von Polen gewählt worden. Ueber die Anerkennung derſelben Wuͤrd e, uͤbergetragen auf Preußen, ließ daher Friedrich III. bei den europäiſchen Mächten unterhandeln, und zuerſt in Wien. Allein der Kaiſer Leopold I. und ſein Miniſterium waren dieſem Wunſche des Chur⸗ fuͤrſten theils aus religiös⸗kirchlichen Gruͤnden, theils deshalb abgeneigt, weil man, von Berlin aus, von dem Kaiſer nicht die Erhebung des Herzogthums zum Königreiche, ſondern blos die Anerkennung der anzunehmenden königlichen Wuͤrde verlangte. Denn allerdings iſt es ein Sou⸗ verainetätsrecht, einen höhern Titel innerhalb ſei⸗ nes Staates ſich beizulegen, ohne weitere Ruͤck⸗ ſprache mit dem Auslandez doch beruht, nach den