Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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weſtphaͤliſchen Friedens und des Vertrages von St. Germain en Laye.

˙ Noch waͤhrend Brandenburgs Theilnahme an 1691 dieſem Reichsktiege gegen Frankreich unterſtutzte ½ Friedrich II. auch den Kaiſer Leopold, gegen ver⸗ abredete Hülfsgelder, mit 6000 Mann Soldaten

die Brandenburger in den großen Schlachten bei Salankemen(1691) und bei Zentha(1697) ſich durch Muth und Tapferkeit auszeichneten. Ob nun gleich Friedrich durch dieſe Theilnahme an einem, dem Intereſſe Brandenburgs völlig fremden, Kriege, und durch ſeine Mitwirkung bei der roͤmiſchen Kö⸗ nigswahl Joſephs I., den Kaiſer zur Dankbarkeit ſich verpflichtet hatte; ſo mußte er doch in derſelben 1694 Zeit, durch einen förmlichen Vertrag, den Schwi⸗ buſſer Kreis an Oeſtreich zuruͤckgeben, wofur ihm Oeſtreich 100,000 Thaler, und die ruͤckſtaͤndigen Subſidien bezahlte, und die ſeinem Hauſe ſchon fruͤher ertheilte Anwartſchaft auf Oſtfriesland, ſo wie auf die Herrſchaften Limburg und Speckfeld in Franken, beſtätigte. Doch erneuerte Branden⸗ burg bei dieſer Gelegenheit ſeinen Vorbehalt auf die ſchleſiſchen Fürſtenthuͤmer Jägerndorf, Liegnitz, Brieg und Wohlau. Vortheilhafter für Brandenburg, als dieſer Vertrag, war ein anderer mit dem Churfuͤrſten Frie⸗ 1697 drich Auguſt I. von Sachſen abgeſchloſſener Ver⸗ trag, in welchem dieſer, damals zur polniſchen Königskrone gelangte, Churfuͤrſt an Brandenburg fuͤr 300,000 Thaler die Erbvogtei uͤber die Stadt und Abtei Quedlinburg, nebſt den drei Aemtern

in dem gleichzeitigen Kriege gegen die Tuͤrken, wo