Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Waͤhrend auf dieſe Weiſe, unter Brandenburgs Mitwirkung, das Recht der gereinigten Lehre in England von neuem geſtutzt ward, ſchloß das Par⸗ lament das Haus Stuart fuͤr immer vom brittiſchen Throne aus, beſtimmte fuͤr die Zukunft dem prote⸗ ſtantiſchen Churhauſe Hannover die brittiſche Thron⸗ folge, und unterſtutzte den Koͤnig Wilhelm, der nun an der Spitze der Regierung beider See⸗ mäͤchte ſtand, bei ſeinem Kampfe gegen Lud⸗ wig XIV., der den vertriebenen Stuart, als Praͤten⸗ denten, in Frankreich aufnahm, und, geleitet von ſeinem Beichtvater und der Maintenon, den tiefſten Groll gegen den Sieg des Proteſtantismus in Eng⸗ land in ſeinem Herzen trug.

Denn, nach der unter Raubzugen der franzoſi⸗ ſchen Heere in den Rheinländern begonnenen Eröff⸗ nung des phaͤlziſchen Erbſchaftskrieges, erklaͤrte zwar 1689 Teutſchland den Reichskrieg, und brandenburgi⸗ ſche Truppen fochten mit der, in der Schule des großen Churfurſten erprobten, Tapferkeit gegen die Franzoſen bei Kaiſerswerth und Bonn; doch kam die feſtere Haltung in die Verbindung gegen Lud⸗ wig XIV. erſt durch den Vertrag im Haag, welchen 1691 der Oranier, im Namen der Seemächte, mit dem Kaiſer Leopold I. und mit Spanien abſchloß. Schon fruͤher uͤbernahm der Churfuͤrſt, in dem Vertrage zu Lennick, gegen Huͤlfsgelder von den 1690 Seemaͤchten und von Spanien, ein Heer von 20,000 Mann gegen Frankreich im Felde zu halten. Ungeachtet dieſer Anſtrengungen, verſchaffte doch der zu Ryßwick zwiſchen Frankreich und dem teut⸗ 1697 ſchen Reiche abgeſchloſſene Friede dem Churfuͤrſten von Brandenburg keine beſondern Vortheile, ſon⸗ dern blos die Beſtätigung der Beſtimmungen des