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Leſer, uns nicht wegen dieſer Unſchicklichkeit übel zu wollen, und darin etwa einen Grund zu finden, um den Abſchuitt
auszuwiſchen.* ₰7 E*
(Das Theater ſtellt St Schläfzimmer vor.— Tapeten von ſehr feiner und ſehr durchſichtiger weißer Monſſeline, mit blauen Seidenblumen beſtickt; unter der Monſſeline iſt eine andere Tapete von weißem Atlaß mit unbeſtimmten ſanften Reflexen. Teppiche à 1a Jacounisre von weißem Grunde, wie ſie einſt von Ludwigs XV. Ge⸗ liebten betreten wurden.— Pompadours Toilette, mit venktianiſchem Glaſe geſchmückt mit dichten Spitzen, mit großen und kleinen Bouillard.— Ein Andrea del Sarto und ein Correggiv.— Das Möbel von weißem Cache⸗ mirgrund, mit blauem Atlaß durchwirkt.— Zwei Chanſſeu⸗ ſen mit gepolſterter Lehne.— An einem der beiden Fen⸗ ſter ein herabgelaſſener Vorhang, auf dem ein mit Blu⸗ men untermengter Wald ſehr poetiſch gemalt iſt.— Das andere Fenſter iſt gegen den Garten zu offen. Ein Aka⸗ zienzweig mit Blüthen dringt gemüthlich in's Zimmer.— Zwei Blumentiſche, mit Fflanzen beladen, die Zephyr untren machen würden, und denen der Künſtler, der ſie ausgewählt, einen fanften, ſchwachen Duft verlieh.— Auf dem Kamine keine Uhr, aber zwei ünſterbliche Vaſen von Bernard von Paliſſy.— Das Bett, deſſen wenig diserete Atlaßdecke Tücher von feinſter holländiſcher Lein⸗ wand ſehen läßt, iſt von duftigem Holze, überall mit
Plouvier, Erzählungen für Regentage. 20


