VIII.
Stenia befahl, dieſen liebreichen Brief, nachdem er einmal unterzeichnet, zuſammengefaltet und geſiegelt war,
durch den Portier ſelbſt wegtragen zu laſſen. Sie wollte
Ninette nicht zu Fabius ſchicken, damit ſich dieſer keine indiscrete Fragen erlauben könne.
Fabins öffnete zitternd den Brief. Als er ihn ge⸗ leſen, rief er nicht, wie ein jeder Andere vielleicht gethan hätte, daß in dieſem Brief die Gleichgiltigkeit, die Härte, die Unverſchämtheit auf das Papier niedergelegt ſeien. Er kleidete ſich raſch und mit ſinnloſem Geſchmacke an, ſprang, auf ſeinen und Stenias Portier, die vom Ertrage Ihrer Gänge planderten, ſtoßend, in die Straße und eilte zu Stenia.
IX.
Fabius geht ſo ſchnell, daß wir kaum noch Zeit haben werden, unſer Theater wieder einzurichten, um die letzte Scene bei Stenia darin zur Darſtellung zu bringen.— Doch hier iſt es ſchon fertig. Man darf nur den Vorhang in die Höhe ziehen. Nur fehlen uns⸗ da Fabius ſchon auf der neunzehnten Stufe der kleinen Stiege iſt, die Angenblicke, wie geſchickt wir auch ſein mögen, Stenia auzukleiden. Wir bitten deßhalb unſere


