Eine Furche auf einem See.
Eine Shizze.
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Sie waren beide jung, ſchön und voll Kraft und Feuer und beteten ſich an. Er hieß Fabius, ſie Stenia.
Fabius war Dichter und verehrte unter den Dichtern die Todten und liebte die Lebenden, was von einer'großen Seele und ernſtem Verſtändniß zeugt. Sein Charakter hielt ſich in der reizenden Mitte zwiſchen Keckheit und Sanftmuth. Fabius hatte Geſchmack an der Arbeit, weßhalb die Faullenzer manchmal an ſeiner poetiſchen Natur zweifel⸗ ten. Aber wie die großen Ariſtarche anſingen, ſeine Verſuche zu beſprechen, und die kleinen kritiſchen Hunde ſchon die Jamben ſeiner Proſa oder die Flügelſchläge ſeiner Verſe beklafften, konnte man in ihm einen Mann von wahrem Talente vermuthen, vielleicht einen Mann von Genie. Fügen wir noch hinzu, daß er ſeines Gleichen nicht fand in der Beherrſchung des materiellen Lebens, und daß ſich in ihm zugleich das Gefühl für auserleſene Gegenſtände und die Anſchauung idealer Vollkommenheiten im Culminationspunkte befand. Er
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