291
Aber es iſt noch nicht Alles; grabe dieſe Erde auf, lege mich dann hinein und Deine Aufgabe iſt vollendet. Zum Tauſche für das Leben, das Du mir genommen, iſt es wohl das Wenigſte, daß Du mir einen ruhigen ſanften Tod giebſt. Das iſt geſchehen, nicht wohr? Endlich, meine Juanita, werden wir wieder vereinigt ſein.“
„Oh, ich bin deſſen ſicher, unter meinem letzten Hauche erbeben Deine Gebeine; wir werden endlich den⸗ ſelben Schlaf zu ſammenſchlafen, um an demſelben Tage mit einander zu erwachen. Noch, Joſepho, einen letzten Dienſt; lege mich in dies Grab... Wohl, dank.. Nun, bücke Dich ein weuig, denn ich fühle, daß meine Stimme erliſcht...
„An jenem Abend im Gebirge ſagte ich Dir, daß ich Dir Etwas anzuvertrauen habe; ich will es Dir in dieſer Nacht mittheilen, was ich Dir damals habe an⸗ vertrauen wollenz bücke Dich ein wenig mehr, noch mehr: ſo, gut, höre:
„Ich habe Dich in Catalonien aus Riccardos Woh⸗ nung genommen, Du biſt mein Sohn! Sei verflucht! Vatermöder! von Deinem Vater und von Gott!“
Joſepho fiel ſchwer ins Grab und die Stimme ſchwieg.
Dann warf ſich Satan, der ſeine Beute nicht ver⸗ laſſen hatte, ſeinerſeits über ihn, indem er ſich ein wenig gegen das Herz des Räubers anlehnte, ließ er eine kleine röthliche Flamme daraus hervor flackern,— ergriff ſie und verſchwand unter die Erde.
Das war die Seele des Verdammten, die er dem Engel Gabriel abgeſtritten hatte.


