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gewiſſen Feſtigkeit Manoöls Kopf bei den Haaren heraus und ließ ihn eine Zeitlang ſo herabhangen, damit ihn der Alcade mit dem Signaiement vergleichen konnte, das er über das Ausſehen des Banditenchefs hatte.
Der Beamte erkannte ihn vollkommen und zögerte nicht, an Joſepho die verſprochene Belohnung zu be⸗ zahlen. Als dies geſchehen, wollte dieſer ſeine ſchreck⸗ liche Laſt auf einem Tiſche im Cabinette des Alcade nie⸗ derlegen, aber in dieſem Momente ſagte der Kopf, der ſeit Monaſterio ſtumm geblieben war:
„Oh! nein, Joſepho, Du kannſt mich nicht hier laſſen wir dürfen uns nicht ſobald trennen, ich habe Dir noch Vieles zu ſagen.“
Der Alcade war erſtaunt, denn er hatte geſehen, daß ſich Manvöls Lippen bewegten, und er konnte nicht 8 zweifeln, daß er es war, der jene Worte aus⸗ prach.
„Junger Mann!“ rief er, ſich gegen Joſepho wen⸗ dend, ſchafft ſchnell dieſen Kopf fort;„und entfernt Euch ſogleich von hier, geht und hütet Euch vor der In⸗ quiſition!..
Joſepho, deſſen entſetzliche Angſt wieder erwacht war, legte den Kopf wieder in den Lederfack und eilte raſch davon. Er eilte, ſich in einem reichen Hotel der calle dcl Caballero-de-Garcia, einer der ſchönſten Straßen von Madrid, einzumiethen; und als er hier ein Zimmer erhalten hatte und ſich allein befand, ſagte er ſich, daß er nun ſchnell das Leben eines Verdammten endigen müſſe, das er ſeit einigen Tagen geführt, und da ihn Satan unterſtützte, ſammelte er all ſeinen Muth und wendete ſich, nachdem er zwei Flaſchen Keres geleert⸗ dem Kopfe zu und ſagte zu ihm:
„Manoöl Aguila, antworte mir, da ſich Dein ganzes Sein in Dein Gehirn geflüchtet zu haben ſcheint, um Dich an meinem Verbrechen zu rächen, und Du Deinen


