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der Hand nehmen, indem er mit dem Finger auf das Bett hindeutete, wo ihn ein erfriſchender Schlaf voll ſüßer Tränme erwartete; er machte einige Schritte, um ſich darauf zu werfen, aber der Dämon hielt ihn an der andern Hand zurück, und indem er ihn gewaltſam zu⸗ rückzog, ließ er ihn wieder auf ſeinen Sitz fallen; dann hob er wieder mit honigſüßer verführeriſcher Stimme an:
„Aber höre! was hoffſt Du, wenn Du unter dieſen Räubern bleibſt? Iſt einmal die Bande der Liſt, Kraft und Gewandtheit Aguila's beraubt, ſo wird ſie bald be⸗ ſiegt, gefangen und ins Gefängniß geſchleppt ſein, und Ihr Alle werdet gehenkt. Denk daran.“
Und wieder ſagte der Engel:
„Bis jetzt haſt Du Dich in den verſchiedenen Kämpfen, an welchen Du betheiligt warſt, nur verthei⸗ digt, Joſeph; Du biſt der Einzige unter Deinen Ge⸗ noſſen, deſſen Hände rein vom Morde geblieben ſind. Wenn Du nun dieſen da begehen würdeſt, ſiehſt Du, ſo würdeſt Du keinen Angenblick mehr Ruhe haben. Du weißt, was es heißt, mein Freund, mit einem Morde auf der Seele zu leben: es iſt die Hölle in dieſem Leben, während man die andere in der Ewigkeit erwartet. Dein Verbrechen bleibt unbeſtraft vom Geſetze, weil es ge⸗ boten iſt: aber der Menſch hat in ſich ein Tribunal und einen Richter, der unverſöhnlicher iſt, als alle Richter der Welt: dieſes Tribunal iſt die Seele, und der Richter iſt das Gewiſſen. Freund, denke wohl daran.“
Der Dämon begann wieder:
„Anſtatt der düſteren Zukunft des Galgens ſieh dieſe tauſend Frenden, die Dir aus jedem dieſer tauſend Du⸗ katen zulächeln.
„Joſepho, denk an Gott!“
„Joſepho, denk an die Luſt!“
„Manoöl hat Dir das Leben gerettet; er wird ſo⸗ gleich, wenn es Tag wird, mit Dir ſprechen, und Dich


