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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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Er wurde aus ſeinem Sinnen durch folgende Worte Manvöls gezogen:

Ehe ich dieſen Schlupfwinkel morgen verlaſſe, habe ich Dir Einiges zu ſagen, Joſepho.

Capitän, ich ſtehe immer zu Eurem Befehle!

Die Banditen machten noch einmal den vergeblichen Verſuch, Aguila's Entſchluß zu ändern und verzichteten dann darauf; ſie wählten den Aelteſten unter ſich zum Hauptmann, und unter ſeinen Befehlen ſollten ſie am nächſten Tag ihren abenteuerlichen Krieg gegen große Herren, zu ſchwer beladene Mönche, reiche Geizhälſe und Soldaten des Königs fortſetzen.

Mitternacht iſt vorüber, die düſtere Stunde hat ſo eben in den Kapellen der auf dem Lande zerſtrenten Klöſter geſchlagen, und die Banditen liegen im tieſſten Schlafe. Selbſt Aguila, ermüdet von ſeiner letzten Aufregung, hat ſich zum ketztenmal auf ſein Bett von trockenen Blättern ausgeſtrect und ſchläft feſt. Nur Ein Bandit wacht, es iſt Joſerho, der hübſche junge Mann, von dem ich geſprochen, und mit dem Manoöl noch vor ſeiner Abreiſe reden wih. Auf einem Steine ſitzend, den Kopf in den Händen, hat er ſeinen Geiſt verfluchten Gedanken eröffnet. Satan ſitzt unſichtbar am Boden feſt zwiſchen ſeinen Beinen und wacht mit ihm; er heftet ſeine Augen an die des BZanditen, und läßt, wenn er dieſelben im Wiederſchein eines guten Gedankens, der in ſeiner Seele ſtrahlt, erglänzen ſieht, tanſend Verſuchungen der Hölle an ihnen vorüberziehen.

Gleichfalls unſichtbar ſchwebt Joſepho's guter Engel über ſeinem Haupte und ſcheint ihn mit ſeinen Fittigen zu beſchützen. Die reinen Seelen, denen Gott einen un⸗ endlichen Blick bewilligt, können die Thränen in den Augen des Schutzengels und den Kummer auf deſſen ſinnender Stirne erkennen; er iſt es, der in die Seele des jungen Mannes Gedanken gießt, ſanſt wie Gebete,

Worte, rein wie Thränen. Indem ſich Gabriel und