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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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mich nun entſcheiden; bleibe ich an Eurer Spitze, ſo falle ich vald in die Hände der Alguazilen und veran⸗ laſſe vielleicht Euren Tod; wenn ich mich von Euch trenne, entgthe ich einer ſichern Entehrung und gebe Euch Eure Schwüte und Eure Freiheit zurück.

Du dentſt daran, Manoöl, uns zu entfliehen! und was wird aus uns ohne Dich?

Wollt Ihr demnach, daß ich gehängt werde?

Capitän, fegte einer der Jüngſten,warnm wollt Ihr nicht in dieſem unzudringlichen Schlupfwinkel blei⸗ den, wo Ihr keine Gefahr lauft. Ihr dürft uns nicht verlaſſen; jeden Abend legen wir Euch Rechenſchaft von unſeren Tagsoperationen ab, und Ihr gebt uns Euere Rathſchläge...

Ja, nicht wahr? und höre von hier das Pfeifen der Kugeln, von denen uiht eine aus meinem Stutzer gekommen ſein wird!... Junger Thor! der glaubte, daß ein Adler im Hintergrunde einer Höhle, fern von der Sonne, leben und ſterben önute! Rein, nein, meine Herren, ich bin entſchloſſen, und ich habe Euch geſagt, daß ich immer meinen Willen hotte. Eine Nacht noch in dieſen Bergen; morgen mit Tagesanbruch werde ich mich in irgend einer Verkleidung und mit meinem Beute⸗ antheil verſehen, nach Valencia, miiner lachenden Hei⸗ math, zuwenden. Seht, dort erwartet mich Jemand; dort werde ich eine Hütte kaufen und den Boden bepflü⸗ gen, und unter dem duftigen Himmel rubig ſterben.

Der Ton, in welchem Aguila dieſe letzten Worte ausſprach, zeigte, daß ſein Entſchluß unwandelbar war; auch fügten die Banditen kein Wort mehr hinzu. Einer unter ihnen ſchien den Capitän in gewiſſen Momenten mit gieriger Anfmerkſamkeit anzuhören; er verfiel nach deſſen letzten Worten in tiefes Nachſinnen: er iſt ein junger Mann von dreißig Jahren, im erleſenen Coſtume, mit regelmäßigen Zügen und tiefen und finſtern Blicken.