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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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Anfänglich hoffte ich, in der Verfolgung des Guten Ruhm zu finden: ich verzichtete darauf und ſtrebte mit derſelben Gluth nach dem Guten. Ich hoffte auf das Vergnügen, daß die Leidenden, für die ich mit dem Blute meiner Wunden kämpfte, es mir danken würden: ich verzichtete darauf und kämpfte fort, die Bruſt voran. Ich wünſchte nur Eine Frau, die mich liebte, und Ein Freundesherz nach meinem Herzen, ich mußte auch da⸗ rauf verzichten!

Was das betrifft, was man eine hohe Stellung nennt, oder ein Vermögen, das größer wäre, als das meine, oder Titel, Freuden der Eitelkeit und ſinnliche Vorgnü⸗ gen, ſo hat mir Gott die Gnade gewährt oder den trau⸗ rigen Spott mit mir getrieben, mir zu viel Stolz oder zu wenig Geſchicklichkeit zu verleihen, um mich einen Au⸗ genblick wit dieſen Nebendingen zu beſchäftigen. Aber endlich blieb mir noch nackt und ſtrahlend die Idee, die mich in den ſocialen Strudel begleitet hatte: ich formu⸗ lirte ſie mir überall und zu jeder Stunde, um Alles zu leiden und Alles zu unternehmen, alſo:

Das Abſolute iſt das Gute. Und indem ich auf Alles verzichtete außer auf meine höchſte Idee, ſagte ich zu mir:;Armer verlorener Märtyrer, wenn ich wenig⸗ ſtens glauben könnte, daß ich, wenn auch nur wenig un⸗ klar und unmerklich dem Abſoluten förderlich bin, wenn ich ſterbend hoffen könnte, daß ich durch mein Wachen, mein Blut, meine Anſtrengungen, meine Thränen, mein Leben, durch mein ganzes Ich geholfen habe, die Menſch⸗ heit um den kleinſtmöglichen Bruchtheil eines Schrittes vorwärts zu bringen auf dem Wege der Vollendung, wohin des Dichters Einbildungskraft führt, wohlan, ich verlangte nicht mehr; ich würde glücklich ſterben und dem Himmel dafür danken, daß er mich hat leben laſſen. Dieſe Idee, die Mutter meines Muthes, liebte ich wie eine Mutter, ich klammerte mich an ſie an wie der