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ertrinkende Schiffsjunge an die letzte Planke ſeines ſchiff⸗ brüchigen Fahrzeugs!.. Ich mußte darauf verzichten!...
Ich glaube, daß ich nicht allein unter dieſem Ge⸗ ſchicke leide; es hat viele dieſer erſtickten Apoſtel, dieſer unbekannten Märtyrer, dieſer verborgenen Athleten ge⸗ geben, die ihr ganzes irdiſches Leben dem Glauben an das Gute gewidmet haben. Wo iſt denn nun das Beſſere, wozu ihre Leiden die Welt gebracht haben? Iſt die Menſchheit jetzt mehr werth als vor viertanſend Jahren?.. Iſt die erhaben blutige Spur, die Chriſtus ſelbſt auf ſei⸗ nem Weltgange grub, nicht jetzt verwiſcht? Und hörte
ich nicht jeden Tag während meines Lebens in den Städ⸗
ten das Andenken irgend eines verunglückten Erlöſers verſpotten, beleidigen und verfluchen?
„Ja, wenn ich den tauben und blinden Glauben des katholiſchen Chriſten hätte bewahren können, ich hätte mich weniger von der Unfruchtbarkeit der Aufopferung für meine Brüder einnehmen laſſen; ich hätte mich mit meiner Vergeltung und dem allgemeinen Gute zugleich auf ein zukünftiges Leben vertroſtet, und in aller Geduld meine letzte Stunde erwartet, wie der Taglöhner den Lohn und den Sonntag erwartet, um in den verbotenen Ver⸗ gnügungen die Werktage zu vergeſſen: aber warum, mein Gott, gabſt du mir einen Geiſt, der den Urgrund eines jeden Dinges unaufhaltſam erforſcht? Und bin ich deß⸗ halb, weil ich dich außerhalb des Dogmas größer gefun⸗ den und mehr angebetet habe, im Unwillen über den Gang durch eine deiner Welten, ſchuldig, daß ich nicht immer auf den Knieen gelegen habe?“
Nun ſteigt die Nacht zum zweitenmale hernieder, ſeit das von mir befrachtete Fahrzeug Cherbourg verließ. Mein Entſchluß wankt nicht, er befeſtigt ſich vielmehr in dem mich umgebenden Schweigen. Ich habe mir zum


