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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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von ihnen einen böſen Willen gehabt hätte, viel Uebets zugefügt und ihm die Liebe und das Leben, den Stolz und den Ruhm unmöglich gemacht haben. Kurz vor ſeinem Tode ſah mein Vater einen Schein von Glauben ſtrahlen; bei dieſer Helle erkannte er den Weg, den er hätte einſchlagen können, und ſagte zu mir:Wie un⸗ glücklich auch das Leben ſein mag, ſo muß man es be⸗ wahren bis zum unbekannten Ziele. Glücklicher Menſch, der am Rande des Grabens, in den er ſich ſelbſt ſtürzte, den Glauben, die Himmelsblume, wiederfand!.... Herr, ich habe eine ebenſo durchwühlte Seele! Die Blume keimt nicht daraus: durch welchen irdiſchen Wind haſt Du doch ihren Samen davontragen laſſen? Ich habe heute kein Vertrauen, keine Achtung mehr gegen mich, aber ich achte und vertraue noch meinem Vater: ſeine Erinnerung wird mich am Leben erhalten, aber ich werde fortziehen. Du weißt es, mein Gott, daß ich in das Centrum des Lebens der Menſchen gut, keuſch, ein⸗ ſichtsvoll, lebhaft und entſchloſſen gekommen bin. Ich hatte vom faſt vollendeten Menſchen, den ich in mir fühlte, den berechtigten Stolz, einen Stolz, den mir mein weiſer Erzieher gleich einem Beſchützer mitgab. Ich kam nicht mit einem Sack voll blinden Glaubens an; ich trachtete nicht danach, die Illuſionen zu bewah⸗

ren, die nur Kinder der Unwiſſenheit ſind. Ich bildete

mir nicht ein, daß die Menſchen geneigt ſein würden, ſich von meinen zwanzig Jahren, meinem Wiſſen und

meiner Güte aus dem Geleiſe bringen zu laſſen; ich

brannte nicht vor Verlangen, mein liebedurſtiges Herz

der erſten beſten Liebe als Futter hinzuwerfen. Indem

ich meiner wohl bewußt war, war ich mir auch meiner Sendung bewußt, ihrer Hinderniſſe und ihrer Gefahtenz und indem ich der Menſchheit Gutes und Schlimmes in gleichen Theilen beilegte, glanbte ich gerecht zu ſein und ich ſagte mir oft, daß alle Verſtandeskräfte, die nicht im ausſchließlichen Dienſte des Körpers ſind, in welchem

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