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haben würde, wenn er es jemals hätte vermuthen können.
Sein Gang auf dem Verdecke, das geringſte Ge⸗ räuſch ſeiner Bewegungen, ſelbſt ſeine Erſcheinung ließ mich erbeben, und als einſt ſeine Augen auf mir ruhten, ſicherlich ohne mich zu ſehen, wie es oft geſchieht wenn man einen Gedanken verfolgt— füllten ſich meine Augen mit Thränen. Das Fahrzeug war wohl getauft: die Sphinx,— war es nicht dieſer Mann mit ſeiner breiten räthſelhaften Stirne, ſeinen geſchloſſenen Lippen und ſeinem unergründlichen Blicke!
Bei gutem Wetter fuhren wir eines Tages unter dem Zeichen des Steinbocks zwiſchen der Inſel St. Paul und den Mesarrenen. Der Schweigende ſtand auf dem Hinterdecke; ich hatte die Wache. Ich überließ mich meinen gewohnten Betrachtungen ſo ſehr, daß ich ein Dampfboot zu ſignaliſiren unterließ, das von Sydney nach London ging. Erſt der Blick des Schweigenden, der dem Rauche des Dampfers lange aus der Ferne gefolgt war, entdeckte mir die Vorbeifahrt dieſes Fahrzeuges. Es war ſchon zu ſpät, meine Ordre zu erfüllen; ich rech⸗ nete auf Strafe und verhielt mich ruhig. Als es dem Herrn nicht mehr möglich war, den Renner unbemerkt zu laſſen, zog er aus der Taſche ſeines Mantels eine kleine Pfeife. Auf den eigenthümlichen Pfiff derſelben erſchien der Capitän auf dem Verdecke und näherte ſich der Dunette.
Ich vernahm nicht, welchen Befehl er erhielt. Doch wurde ich nicht beſtraft. Hundert Tage ſpäter landeten wir in Havre. Der Herr entfernte ſich.. man weiß nicht, wohin. Der Kapitän, der uns ſagte, daß er bald zu⸗ rückkommen werde, gab jedem Mann der Equipage einen Auftrag zur Reparirung und Verjüngung der Goblette; mir wurde die Sorge anbertraut, alles im Zimmer des Schweigenden neu herzurichten, in Ordnung zu bringen ober in guten Stand zu ſetzen. Ich hielt es für gut,


