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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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Das Geräuſch der Läden, die geſchloſſen wurden, ent⸗ riß mich meinen Träumen und ich ſetzte mein Pferd in Galopp.

Alſo begegnete ich dem jungen Manne, den meine Erinnerung eine Zeitlang dasGtreidekorn nannte. Als ich ihn wieder ſah, war ich zwanzig Jahre älter, er älter ich weiß nicht um wie viel Jdh Und als ich ihn wieder erkannte, war er der Herr der Goslette, auf der ich als Matroſe diente, und man hatte ihm den Namendes Schweigenden gegeben.

Ferne vom Lande, zwiſchen Himmel und Waſſer, in der mächtigen Stille einer unbegrenzten Einſamkeit, die bewohnten Gegenden fliehend, floſſen uns in dieſer Zeit die Stunden und Tage friedlich dahin. Jedem Tage, der erſchöpft ins Meer ſank, folgte ein gleicher ebenſo fried⸗ licher, eben ſo ſanfter Tag. Man kann ſich nicht mehr langweilen, wenn man nur die Klagen des Oceans hört, wenn man allſtündlich die Tiefen des Unendlichen erforſcht, nachdem man ein wenig unter dem Geſchrei der Menſchen zwiſchen den Steinen und Planken ihrer Häuſer gelebt hat. Ich genoß mit Wollnſt die Luſt des Schweigens und meine Angen zerſtrenten ſich am Vorüberziehen der Seevögel; Gott gab mir als Feſte die Auf⸗ und Unter⸗ gänge der Soune, der Königin des Meeres. Meinem alten Bedürfniſſe der Aufregungen wurde durch Gewitter und Stürme genügt, und zur Beſchäftigung und Auf⸗ regung meines Geiſtes hatte ich ein impoſantes Schau⸗ ſpiel: derSchweigenden.

Immer allein, immer ſtumm, immer traurig, behielt er für mich einen blendenden Reiz, der ſich täglich noch vermehrte, und der mich zu einem eruſten Gefühle für ihn veranlaßte, das ihn vielleicht ſehr in Erſtaunen verſetzt