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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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hielt, denn ſolche Lieder ſingt man nicht mehr in der wirklichen Welt dieſe Stimme rührte von einem jungen Menſchen in meinem Alter her, der ein wenig unter mir ſtand, um gleichfalls die ungeheure Stadt zu betrachten, die zu unſern Füßen heulte, ſich regte und ſtrahlte. Ohne Zweifel hatte dieſer Knabe, denn obwohl von meinem Alter, war er doch, nach ſeinen lyriſchen Ausrufungen zu urtheilen, viel jünger als ich anfänglich ſchweigend, wie ich hinabgeſehen: dann erſt, als ihn ſeine Phantaſieen zum Enthuſiasmus brachten, ſchrie er; wie wir es alle gemacht haben, allein in unſerem Zimmer, in der Nähe unſeres ſchönen fünfzehnten Jahres, im Alter der Aus⸗ dehnung wo man ganz ſtolz, ganz bezaubert und ein wenig toll darüber iſt, daß man zu fühlen anfängt, daß man lebt! Auf der Fläche, wo ich mein Pferd gelaſſen, erhob ſich ein Pavillon mit grünen Sommerläden. Auf die friſchen Bemerkungen dieſer glücklichen Stimme, öff⸗ nete ſich ein Laden, und ein Mann von reifem Alter lehnte ſich mit beiden Armen auf das Fenſtergeſimſe.

Mein Herr, da Sie nach Paris gehen, rief dieſer Mann mit ernſtem Tone dem Kinde zu,wenden Sie ſich doch ein wenig nach mir um, und laſſen Sie mich, ich bitte Sie, den Mann ſehen, mit dem Paris bald zu thun haben wird.

Ganz verwirrt und erſchreckt, aber jugendlich genug, um ſich nicht zu ſchämen in ſeiner friſchen Jugend er⸗ tappt worden zu ſein, machte der Knabe einige Schritte, um den zu ſehen, der in dieſer Weiſe zu ihm geredet. Ah! ah! Das iſt alſo der Titan, der mit Paris kämpfen will! Kehre zurück, von wo Du kanmſt, armer Kleiner, dahin, wo man Dich ohne Zweifel liebt, wo Du vielleicht glücklich leben und ſterben kannſt mit dem Glau⸗ ben an Dich, an die Menſchen, an Gott. Siehſt Du, Paris iſt ein Feld voll barbariſcher Feinde, die die An⸗ Triffe Deiner ehrlichen Tapferkeit mit heimtückiſchen Schlägen erwiedern werden. Höre auf mich, junger Mann,