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die Farbe ſeiner Haare nicht unterſcheiden, die ſeine buſchigen Augenlider, die hervorſtehende Stirne und die zunehmende Dunkelheit noch für mich verhüllten; erſt ſpäter wurde ich von dem Feuer überraſcht, welches ſich von Zeit zu Zeit am Grunde ſeiner gelbfarbigen Angen⸗ ſterne entzündete Das beſtändige Zuſammenziehen ſeiner ſtarken rothen Lippen erweiterte noch ſeine mächtigen Naſenlöcher, deren Schnauben gewaltige, kaum unter⸗ drückte Leidenſchaften verriethen. Er war ſehr blaß und trug einen vollen Bart von blonder Farbe.
Er lehnte ſich an das Geländer des Verdecks, die Angen der untergehenden Sonne zugewendet, und blieb unbeweglich. Nur in Zwiſchenräumen hörte ich das Ge⸗ ränſch ſeiner tiefen Reſpirativn bis zu mir her; entweder ſchüttelte er den Kopf, wie man thut, wenn man eine hartnäckige Erinnerung fliehen will, oder er ſchloß ſanft die Angen, wie wenn man ein verlorenes Bild wieder finden will.
Lange bewunderte ich den Schweigenden, den Herrn der Sphinx, und ich erinnere mich noch immer der Worte, die mir, während ich ihn betrachtete, alle Augen⸗ blicke über die Lippen kamen:— Bruno„ſagte ich mir, das iſt ein Mann!—
Die Nacht war lau und leuchtend gekommen, als der Schweigende ſeine Stirne auf die Hand fallen ließ und mir alſo ſein Antlitz verbarg. Kaum waren ſeine Züge vor meinen Angen verhüllt, als ſie in meinem Gedächtniſſe plötzlich wieder erſchienen, aber ſaufter, zar⸗ ter und friſcher.
Ich habe vor vielen Jahren dieſen Mann ſchon ein⸗ mal geſehen!„. Wo fah ich ihn doch?...


