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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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einen Monat abweſend von ſeinem Schiffe, während die Sphinx auf der Rhede von Toulon war.

Alſo noch einmal, Freund Garnier, ich nehme anz; Du wirſt mit mir zufrieden ſein und ich bin Dir ſehr dankbar.

Mit dieſen Worten verließen wir die Schenke. Gar⸗ nier brachte mich zum Capitän, der mich genehmigte, und denſelben Abend noch ſchlief ich einen guten Schlaf am Bord der Goölette.

Am andern Abend befanden wir uns, da die Sphinr den Tag über bei prächtigem Wetter ſechs Knoten in der Stunde zurückgelegt hatte, auf offener See. Auf das eben durchlebte qualvolle Leben, in welchem mir jeder Verſuch mißlang, hatte der jüngſt verfloſſene Tag für mich die Wirkung eines moraliſchen Bades. Dieſe weite Stille, die mir kein elendes Geräuſch verdarb, denn die Wendungen wurden ſchweigend ausgeführt, brachte an die Oberfläche meines Geiſtes ſeine beſten Erinnerungen, und verlieh den guten Trieben wieder die Herrſchaft über meine Natur: kurz, ich fühlte mich in dieſem Momente in einer edlen ſanften Stimmung.

Die Reihe der Wache war an mir, und obwohl die Sphinx um den Preis des längſten Umwegs einem jeden Schiffe anszuweichen pflegte, ſo konnte ich mich doch un⸗ genirt mir ſelbſt überlaſſen; denn der Himmel war ein⸗ ſam wie das Meer, nicht Eine Wolke und nicht Ein Segel. Plötzlich verſchwand Jedermann auf ein Zeichen des Capitäns, der mit der Mannſchaft auf dem Verdecke friſche Luft ſchöpfte; ſelbſt der Steuermann wurde unſicht⸗ bar, und ich ſah langſam einen Mann auf die Dunette heraufkommen, den ich als den Herrn erkannte, den Schweigenden. Er war groß und hager und in einen Matroſenmantel von dunkler Farbe gekleidet. Seine dich⸗ ten, ſchwarzen Haare flatterten wild über ſeine nackte Stirne, die ein Alter von etwas mehr als vierzig Jahren anzeigte. Ich konnte an dieſem Abend den Ausdruck und