Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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Kurzſichtigkeit, die ich Ihnen eben erwähnt habe, hat mich zu einem wahrhaften heiligen Thomas gemacht. Um an die Dinge zu glauben, muß ich ſie anrühren; ſonſt fürchte ich immer, mich zu täuſchen.

Gouverneur, ſagte von Pointis, hinter dem Felſen hervorzugehen, der uns gegen einen gewiſſen Tod ſchützt! Die Armee bedarf Ihrer und meiner zu ſehr, als daß wir das Recht hätten unſer Leben ſo auf's Spiel zu ſetzen! Die Pflicht eines Generals, vergeſſen Sie das nicht, iſt, ſich ſo viel als möglich außerhalb der Gefahr zu halten.

Herr Baron, antwortete Ducaſſe, von dem Augen⸗ blick an, wo ich Sie, den Chef und Admiral eines Geſchwaders geſehen habe ſich wie ein einfacher Spion ohne Bedeckung auf die Recognoſeirung begeben, da dachte ich, Sie hätten eine ganz beſondere Methode Krieg zu führen, und ich folgte Ihnen im Vertrauen auf Ihre Einſicht, ohne von Ihnen eine Er⸗ klärung zu fordern! Ich bin der Meinung, daß wir jetzt, da wir unſere Rolle ſchon ſo ſehr hintangeſetzt haben und hier⸗ her gegangen ſind, nun auch weiter gehen müſſen. Wer weiß ob die Spanier, von Furcht bethört, wie Sie vorhin geſagt haben, uns nicht Boca-Chica durch Ueberfall nehmen laſſen! Das wäre wahrhaftig eine hübſche Waffenthat, die mich an die Zeiten erinnern würde, in welchen ich noch Flibuſtier war. Folgen Sie mir, Admiral, gehen wir vorwärts.

Der Baron von Pointis, der Ducaſſes Spott wohl verſtand, war ſchon im Begriff die Herausforderung anzunehmen; indeß ſiegte ſein Pflichtgefühl und er trat den Rückweg an. Als die vier Männer außerhalb der Tragweite der ſpaniſchen Kanonen waren, ließ der Gouverneur die Entfernung, die ihn vom Ad⸗ miral trennte, ſich vergrößern, und blieb mit Morvan allein zurück.

Ritter, ſagte er zu ihm, ſich fröhlich die Hände rei⸗ bend, der Baron will noch immer ſeine Revanche nehmen, nicht wahr? Wir werden aber unſer Möglichſtes thun, um ihm die Gelegenheit dazu nicht zu laſſen.

Was den Baron von Pointis betrifft, ſo wüthete er im Innern, obſchon er es nicht merken ließ.

Ah, mein Herr Ducaſſe, dachte er, Sie ſind ohne Zweifel überzeugt, über mich einen großen Vortheil errungen zu