Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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ein Kanonenſchuß fiel; dießmal fiel ſchon der von der Kugel aufgewühlte Sand auf die vier Franzoſen.

Jedenfalls ſind es ſchlechte Schützen, ſagte von Poin⸗ tis immer ruhig.

Was wollen Sie, Admiral, ſie thun ihr beſtes! Und dann müſſen wir geſtehen, daß wir noch ſehr weit von ih⸗ nen entfernt ſind! Wäre es Ihnen gefällig ſchneller zu gehen?

Ich wollte Ihnen eben dieſen Vorſchlag machen.

Fünf Minuten darauf war die Entfernung, welche die drei Stabsoffiziere und Morvan von Boca⸗Chica trennte, nur mehr ſo gering, daß nun auch ſchon die Musketen nebſt den Kanonen angewendet wurden.

Die Stellung war nicht haltbar; länger da zu bleiben wäre einem Selbſtmord gleich gekommen.

Herr Gouverneur, ſagte von Pointis, der, dieſe Ge⸗ rechtigkeit muß man ihm widerfahren laſſen, eben ſo wie der Herr von Lévy, vollkommene Ruhe und Kaltblütigkeit bewahrt hatte, ſcheint es Ihnen nicht, daß wir über die Stellung des Feindes genug in Kenntniß geſetzt ſind?

Ach Admiral, antwortete Ducaſſe, ich muß Ihnen geſtehen, daß ich abſcheulich kurzſichtig bin, ich habe die Fe⸗ ſtung noch nicht einmal unterſcheiden können. Erlauben Sie mir weiterzugehen.

Der ehemalige Flibuſtier, der einen Augenblick ſtehen ge⸗ blieben war, ſetzte ſich auf's Neue in Bewegung. Der Admiral folgte ihm etwa hundert Schritte weit. Ohne einen Felſen, der ſich glücklicher Weiſe zwiſchen ihnen und den Kartätſchen befand, wäre keiner der vier kühnen Männer den letzten Dechargen der Spanier entgangen.

Parbleu! rief Ducaſſe mit freudigem Tone, es ſcheint, daß wir endlich näher kommen! Ich glaube ſchon eine Feſtungs⸗ mauer zu ſehen. Meiner Treu, nein, es iſt ein Felſen! Wir gehen falſch. Wir müſſen uns rechts halten, Baron, immer nur rechts, auf die Seite des Meeres, ſonſt wird uns dieſer Stein⸗ block fortwährend die Ausſicht verſperren. 5

Der Admiral von Pointis ergriff Ducaſſe am Arm.

Bis wohin wollen Sie denn noch gehen? fragte er ihn.

Aber, Baron, bis zu den Gräben. Meine abſcheuliche