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begunſtigte, bekleidet waren, in großem Gegenſatz. Uebrigens behandelten ſich alle mit vollkommener Gleichheit, wie groß auch der Unterſchied ihrer gegenwärtigen Lage war. Laurent, der in ſeinem Hochmuth die zerlumpten Kleider des Kapitäns Pierre trug, ſaß zur Linken des Admirals; Montbars nahm den Ehrenplatz an der rechten Seite des Barons ein. An Un⸗ gezwungenheit gewöhnt, ſprachen die Flibuſtier den Weinen ihres Wirthes wacker zu; auch war kaum eine Stunde vergangen, als die Converſation ſehr laut geworden war; Jedermann entwickelte in ſeinen Reden die vollkommenſte Freiheit.
Der Admiral von Pointis, ein Mann von Verſtand, hörte ſeinen Verbündeten mit außerordentlicher Aufmerkſamkeit zu, welche bewies, für wie wichtig er es hielt ſich über ſie eine Meinung zu bilden.
— Brüder der Küſte, rief ein Flibuſtier⸗Kapitän, in⸗ dem er ſein Glas in die Höhe hob, ich trinke auf Laurents Geſundheit!— Es lebe Laurent!—
Der Toaſt— dieſes Wort war übrigens damals noch nicht gebräuchlich— wurde mit andauerndem frenetiſchen Zuruf beantwortet.
Laurent erhob ſich, grüßte mit tadelloſer Feinheit, und ſprach mit auf Montbars geheftetem triumphirenden und ſpöt⸗ tiſchen Blick:
— Auf die Geſundheit der Küſtenbrüder! Auf die Hoff⸗ nung einer reichen Beute!
Montbars lächelte ihm in der freundlichſten Weiſe zu; dennoch grollten Zorn und Wuth in ſeinem Herzen. Man hatte Laurent vor ihm zugetrunken. Er ergriff nun auch ſeinerſeits das Wort:
— Auf die gegenwärtige Unabhängigkeit, auf die künf⸗ tige Größe und den Ruhm unſerer Genoſſenſchaft! g
Dieſer Wunſch, der ſo zu ſagen nur einen abſtrakten


