Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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— Glauben Sie nicht, Herr Gouverneur, daß hier eine Erklärung nothwendig ſei?

— Gewiß meine ich das; wenn Sie es erlauben, ſo werde ich ihn ſogleich darum befragen.

Ducaſſe näherte ſich hierauf dem Flibuſtier und ſagte

ihm leiſe:

— Laurent, möchten Sie mir eine kurze Unterredung gönnen?

— Mein lieber Ducaſſe, mit dem größten Vergnügen.

— Nun ſo gehen wir in mein Cabinet.

Die von allen Anweſenden bemerkte Entfernung Ducaſſe's und Laurent's machte großes Aufſehen. Es wurden die verſchie⸗ denſten Vermuthungen aufgeſtellt. Die Offiziere der königlichen Marine waren erbittert über die Frechheit dieſes Abenteurers, der es wagte den Orden des h. Ludwig zu entweihen, und äu⸗ ßerten ihre Entrüſtung darüber mit lauter Stimme. Laurent's Waffengenoſſen, nemlich die Flibuſtierkapitäne, billigten ſein Benehmen mit nicht minderer Energie, als mit der es angegrif⸗ fen wurde.

— Kurz, rief einer von ihnen, Namens Pierre, wenn es den ſchönen Laurent amüſirt, dieſen rothen Fetzen zu tragen, warum will man ihn verhindern? Wer von den Ordensmitglie⸗ dern kann ſich rühmen dieſe Auszeichnung beſſer verdient zu haben? Wer weiß noch, ob der ſchöne Laurent damit nicht hat an⸗ deuten wollen, daß unſere Marine dieſelbe Beachtung verdient, wie die königliche?— Er hat Geiſt, unſer Laurent!— Parbleu, es iſt wahr, daß wir ſo viel werth ſind, wie Ihr, meine Herren! fügte Pierre hinzu, die Stimme erhebend. Seid daher ſo gut und redet von Laurent mit etwas mehr Reſpekt; wenn Ihr noch fortfahrt ihn zu beſchimpfen, ſo werden die Piſtolen und die Säbel ihr Spiel ſpielen!

Pierre ſprach den anweſenden Flibuſtiern aus dem Her⸗

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