Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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— Nun, lieber Freund, ich werde Dir heute daſſelbe antworten, was ich Dir bereits geantwortet habe, ich beſitze ein gutes Gedächtniß: daß ich nemlich, die Gewalt ausgenommen, alle möglichen Mittel anwenden werde, um Jeanne's Geliebter zu werden. Ich füge noch, wie damals, hinzu, daß ich vom Ge⸗ lingen meines Vorſatzes vollkommen überzeugt bin. Du wirſt mich fragen, worauf meine Hoffnung gegründet ſei? Auf das Glück, das die Kühnen begünſtigt, welche an ihren Stern glauben!

Auf die Antwort des ſchönen Laurent lächelte Morvan mit ſpöttiſcher und zuverſichtlicher Miene; in der That brauchte er ſich gar nicht weiter zu beunruhigen, ſobald es ſich darum han⸗ delte, Jeanne's Tugend zu beſiegen. In dieſem Augenblick wurde das Geſpräch der beiden Waſſengenoſſen durch Trommelſchall unterbrochen: Ducaſſe, der Stellvertreter des Königs auf der Inſel St. Domingo, kehrte in Begleitung des Admirals Baron de Pointis nach dem Gouvernement zurück.

— Wollen wir jetzt in den Salons erſcheinen? ſagte Laurent. Ich muß Dir geſtehen, daß ich den Offizieren des Ge⸗ ſchwaders gern meine Diamanten und meinen Orden zeigen möchte. Dieſe Art auf ihre Verwegenheit zu antworten wäre mir lieber als die Mittel, welche ich in den erſten Tagen nach der Ankunft des Geſchwaders angewendet habe.

— Welches Mittel, Laurent?

— O eines der gewöhnlichſten! Ich habe mich geſchlagen. Man ſagt, ich hätte vier Offiziere im Duell getödtet. Das iſt eine große Uebertreibung. Es ſind nur drei auf dem Platze ge⸗ blieben.

— Gut, gehen wir in die Salons hinauf. Uebrigens möchte ich, da wir noch allein find, von Dir erfahren, wie es kömmt, daß Du das Commandeurkreuz beſitzeſt. Weißt Du wohl, Laurent, daß oft die größten Herren, ſelbſt Marſchälle und

Miniſter, nach dieſer Ehre vergebens ſtreben? Es iſt unmöglich,

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