Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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Nativa wiederſieht, ſo wird er unglücklich ſein; meine Pflicht iſt bei ihm zu ſein und ſeine Qual zu theilen— noch einmal Dank!

— Aber ſage mir, Waldblume, fragte Montbars mit Intereſſe, wozu brauchſt Du denn die Gegenwart Deines Va⸗ ters, um Dich einzuſchiffen? Haſt Du nicht ſchon mehrere Ex⸗ peditionen allein mitgemacht?

— Das war Unrecht, ſtammelte Jeanne erröthend, ich war damals ſo unwiſſend.

Nach dieſer Antwort entfernte ſich das junge Mädchen mit ſehr verlegener Miene. Montbars, der Ritter und Alain ſtiegen eine halbe Stunde ſpäter zu Pferde, und ſchlugen den Weg nach Leogane ein. In dieſer von Petit⸗Goave nur ſieben Meilen ent⸗ fernten Stadt befand ſich in dieſem Augenblick der Statthalter Ducaſſe.

Morvan, der wußte, daß er Waldblume bald wieder ſehen werde— denn Montbars hatte ihn von ſeiner Unterre⸗ dung mit Graubart in Kenntniß geſetzt— war überaus erfreut; dennoch glitt von Zeit zu Zeit eine Wolke über ſeine Stirne, ſein Geſicht verdüſterte ſich, Wuth blitzte aus ſeinen Augen: er dachte, daß er endlich ſeinen Vater rächen werde.— Die drei Reiſenden kamen durch einen eine Meile von Graubarts Woh⸗ nung entfernten Wald, als Montbars, der voran ritt, weil der Weg für zwei Reiter zu ſchmal war, ſein Pferd anhielt.

— Guten Tag, Lederhaube, rief er dem Rieſen zu, den er eben bemerkt hatte, Du biſt ſchon auf der Jagd!

— Ja, antworte Lederhaube mit düſterer Miene, ich jage.

— Wie ſonderbar Du mir das ſagſt. Parbleu! das iſt wirklich ſeltſam; Du biſt allein, ohne Meute? ohne Diener? Was haſt Du denn? Du ſcheinſt ja ſehr bewegt?

— Bewegt, ich? erwiderte der Boucanier mit dumpfer Stimme, indem er ſich an einen Baumſtamm lehnte, welch ein Scherz! ich bin wie immer.