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— Lederhaube, erwiderte Montbars gemeſſen, Deine Angelegenheiten gehen mich nichts an; erlaube mir jedoch Dir einen Rath zu geben: nemlich, wenn Du Dein Geheimniß be⸗ wahren willſt, ſo komme an dieſen Ort niemals in Geſellſchaft eines Andern! Du verſtehſt mich, nicht wahr?
— Nein, ich verſtehe Sie nicht, rief der Rieſe mit ver⸗ wirrter Miene; welches Geheimniß meinen Sie? Ich habe kein Geheimniß!
— Deine auf die friſch aufgeworfene Erde hinſtarrenden Augen ſtrafen Deine Worte Lügen. Lederhaube, lehre mich doch, da Du die Geheimniſſe der Wälder kennſt, woher jener kleine Hügel zu Deinen Füßen kommt!— man möchte meiner Treu die Form einer menſchlichen Geſtalt zu ſehen glauben... Biſt Du wohl ſicher, daß man hier nicht eine Leiche fände, wenn man den Raſen wegnähme?
Auf dieſe ſeltſame Frage glühten die Augen des Rieſen von Unglück verkündendem Feuer.
— Nun, und wenn dem ſo wäre, ſagte er nach kurzem Schweigen. Wer iſt ſchuld daran? Ein rechtſchaſſener Bonca⸗ nier muß am Gebrauche feſt halten. Wer meineidig iſt, frevelt, und wer den Frevler beſtraft, erfüllt eine Pflicht.
— Alſo Deine Frau Ismerie—
— Laſſen wir den Todten ihre Ruhe! unterbrach ihn Lederhaube mit wildem Ton. Ich wiederhole es, der Gebrauch wollte es ſo.
Dieſe Szene machte auf Morvan einen traurigen Eindruck.
— Wie! rief er Montbars zu, als er ſah, daß dieſer ſein Pferd in Trab ſetzte und ſich von einem Ort entfernte, an welchem ein ſo ſchauderhaftes Verbrechen begangen wurde, wer⸗
den wir den Mörder ſtraflos ausgehen laſſen? Müſſen wir uns
nicht ſeiner bemächtigen und ihn der Gerechtigkeit überliefern? — Deine Entrüſtung iſt natürlich, antwortete Montbars,
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