Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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— Weil ich keine Almoſen annehmen kann! rief Grau⸗ bart aus. Was ich ſeit mehr als dreißig Jahren begehre, iſt nicht eine Gnade, es iſt ein Recht, das mir gebührt!— Ich bin ein Kerjean; ichs würde es behaupten, ſelbſt wenn mein Hals auf dem Block läge! man ſoll mir geben, was mir gebührt, ich verlange nicht mehr.

— Die Gerechtigkeit, welche von den Mächtigen abhängt, nennt man eine Gnade, ſagte Montbars. Ich halte Dich für unfähig eine Lüge hervorzubringen und ziehe Dein Recht, den Namen Kerjean zu führen, gar nicht in Zweifel. Wo iſt dann das Almoſen? Ich rathe Dir ja nicht, um den Adelsbrief zu

bitten, ſondern Dein rechtmäßiges Erbe anzutreten, ein Gut

wiederzugewinnen, deſſen man Dich ungerechter Weiſe beraubt hat. Ich will Dir noch ein letztes Wort ſagen, Graubart: wenn Du Dich entſchließeſt mit uns zu gehen, ſo mache ich mich an⸗ heiſchig, die Einwilligung des Admirals zu erlangen. Der Ba⸗ ron hat in Betreff meiner Inſtruktionen erhalten, die mir es erlauben, Dir die Erfüllung Deines Wunſches zu verbürgen. Die Zeit drängt, ich will abreiſen, antworte, ja oder nein.

— Dein Wort gilt mir ſo viel, wie eine vollbrachte That⸗ ſache, ſagte Graubart. Bevor der Tag zu Ende geht, werde ich mehr als zwanzig Boucanier beiſammen haben; in einer Woche komme ich zu Dir, an der Spitze von zweihundert Mann!— Wo iſt der allgemeine Zuſammenkunftsort?

— Da, wo wir uns immer verſammeln, nemlich in Petit⸗Goave.

— Gut, lebe wohl, oder beſſer geſagt, auf Wiederſehen!

Graubart drückte Montbars kräftig die Hand, hängte ſich den Karabiner um und entfernte ſich ſchnell aus dem Hauſe. Er wollte ohne Zeitverluſt ſeine Rekrutirung beginnen.

— Dank, Montbars, ſagte Waldblume, voll Freude über den Entſchluß ihres Vaters. Wenn mein Bruder Louis

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