Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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zu machen: ich ſchlage Dir vor an der Expedition nach Cartha⸗ gena theilzunehmen.

⸗— Wozu ſollte mir das? fragte Graubart nach einiger Ueberlegung; welchen Vortheil hätte ich von dieſer Angelegenheit?

— Den Vortheil, in vielleicht weniger als einem Monat das Fünffache deſſen zu gewinnen, was Dir ein Jahr voll Müh⸗ ſeligkeiten einbringt. Carthagena ſtrömt über von unſere Beute wird ungeheuer ſein.

— Was ſoll mir Vermögen? ſagte Graubart, den Kopf gleichgiltig ſchüttelnd. Bringt mir die Jagd nicht mehr ein als ich brauche, um meine Bedürfniſſe zu decken? Warum ſollte ich meine glückliche Unabhängigkeit gegen Sklaverei vertauſchen? — Die Disciplin des Krieges würde ſich mit meinen Gewohn⸗ heiten wenig vertragen. Ich nehme Deinen Vorſchlag nicht an.

— Deine Voreiligkeit, Graubart, ſetzt mich in Erſtau⸗ nen; ich hielt Dich für beſonnener, überlegter. Kannſt Du denn nicht mehr hören, ehe Du antworteſt?

— Du haſt mir Gold angeboten, und da ich Gold nicht brauche, ſo habe ich es ausgeſchlagen, antwortete der Boucanier ohne daß er auf Montbars' Vorwurf das geringſte Gewicht zu legen ſchien; worin hätte ich mich denn gegen den geſunden, logiſchen Sinn verſündigt?

— Wenn Du mich nicht unterbrochen hätteſt, mein alter Freund, ſo würdeſt Du geſehen haben, daß mich nicht Dein Geldintereſſe allein bewegt, Dich für uns zu gewinnen. Ich laſſe mich da von einer weit wichtigeren Rückſicht leiten.

— Nun, ſo erkläre Dich deutlicher.

— Graubart, erwiderte der Flibuſtier, indem er den Boucanier ſtarr und forſchend anblickte, es gibt auf dieſer Welt keinen Menſchen, der nicht in den geheimſten Falten ſeines Herzens einen Wunſch verbirgt, eine Chimäre hegt. Du magſt Dein Leben noch ſo ſehr vereinfacht haben, indem Du es der

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