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— Ritter, Ismerie hat mir geſagt, daß ein Weib nur ihren Vater oder ihren Gatten mit Du anſprechen darf.
— Und ihren Bruder, Waldblume?
— Ja, mein Ritter, Du haſt Recht, man darf auch einen Bruder mit Du anſprechen.— Mein Bruder, auf Wiederſehen bis Morgen.
Jeanne entfernte ſich haſtig, um ihren Thränen freien Lauf laſſen zu können.— Am andern Morgen ging Montbars, kaum als es dämmerte, aus ſeinem Zimmer.
— Du biſt ſchon da, Waldblume? rief er aus, als er Waldblume im Garten auf- und abgehen ſah, Du biſt heute ſehr früh aufgeſtanden!
— Ich bin die ganze Nacht im Garten herumgegangen, antwortete Jeanne zerſtreut, und ohne ſich von dem, was ſie ſagte, Rechenſchaft zu geben. Montbars, fuhr ſie nach einer kleinen Pauſe fort, weißt Du, was aus der ſchönen Nativa geworden ſei?
— Ja, Kind, ſagte der Flibuſtierchef lächelnd.
— Ah— und wo iſt ſie?
— Es iſt mir für den Augenblick nicht iethh Deine Neugierde zu befriedigen.— Ich fürchte, Du wäreſt nicht genug verſchwiegen.
— Ich ſchwöre Dir, Montbars, keinem Menſchen auf der Welt von dem etwas mitzutheilen, was Du mir anvertrauen wirſt. Ich bitte Dich, ſage mir, wo iſt Nativa?
— Armes Kind, erwiderte Montbars ſanft, es geſchehe nach Deinem Willen, denn ich glaube Deinem Verſprechen. Ach, meine Antwort wird Dir das Herz zerreißen: Nativa wohnt jetzt in Carthagena.
Waldblume erblaßte ſo ſehr, daß Montbars einen Augen⸗ blick fürchtete, ſie werde in Ohnmacht fallen. Indeß dauerte die⸗ ſer Anfall nur kurze Zeit.
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