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die es Ismerie möglich machten, ihr unſeliges Aufklärungswerk an Jeanne durch unverſchämte und eyniſche Geſtändniſſe zu voll⸗ enden, ging auch Lederhaube ſort, nachdem er ſeinen Karabiner aufmerkſam unterſucht hatte.
Was Graubart und Alain betrifft, ſo waren ſie noch im⸗ mer bei Tiſche, und kämpften mit glänzendem Muth um die Ehre eine größere Menge Vpfelmoſt vertilgen zu können; und dabei kümmerten ſie ſich durchaus nicht um das, was um ſie vorging.
Nach einer Stunde qualvollen Wartens ſah Morvan end⸗ lich Waldblume zurückkehren. Der erſte Gedanke des jungen Mannes war, ihr entgegen zu ſtürzen; doch beſann er ſich, und blieb an ſeinem Platze. Er blieb ſchweigend ſtehen, als Jeanne ſich ihm genähert hatte, und wagte es nicht, ſie zuerſt anzuſpre⸗ chen. Er glich einem ſchuldbewußten Verbrecher. Die Verände⸗ rung, oder beſſer geſagt, die gänzliche Umwandelung, die mit Waldblume vorgegangen war, grenzte an's Wunderbare; das reizende Kind war nicht mehr zu erkennen. Ihr gewöhnlich ſo offenes und freudiges Lächeln war einem Ausdruck von Trauer und Inſichgekehrtheit gewichen; an die Stelle ihres ſo leich⸗ ten, freien, lebhaften Ganges, ihrer anmuthigen Bewegungen und kindlichen Geberden war eine befangene Haltung getreten.
— Ritter von Morvan, ſagte ſie, ich rechne auf Ihr Ver⸗ ſprechen. Sie werden nicht abreiſen, ohne von meinem Vater und mir Abſchied genommen zu haben.
— Wie, Jeanne, Du ſagſt zu mir„Sie“! Biſt Du denn böſe? Betrachteſt Du mich nicht mehr als Deinen Bruder?
Auf dieſe Frage, welche der junge Mann mit ſchmerzlich bewegter Stimme an ſie richtete, erbebte Waldblume.
— Ich ſollte gegen Dich böſe ſein, mein Ritter Louis! rief ſie aufwallend; ach, wie kannſt Du nur ſo was denken!
Jeanne hielt inne. Dieſer Aufſchrei ihres Herzens war ihr wider ihren Willen entſchlüpft, denn kalt fuhr ſie fort:


