Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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man Lederhaube verhindern, ihn zu tödten! Laß mich machen.

Purpurroth im Geſicht und geſenkten Auges näherte ſich Jeanne dem Boucanier mit einer Furchtſamkeit, die man an ihr nicht gewohnt war.

— Lederhaube, ſagte ſie, Du möchteſt mir doch nichts zu Leide thun? Nun ich bitte Dich, laß dieſen Chamarande los, er iſt Deines Zornes nicht würdig!— Du zauderſt!— Biſt Du mir denn gar nicht gut? Liebſt Du Deine Schweſter Jeanne nicht mehr, mein guter Lederhaube?

Der Rieſe wandte den Kopf ab, um ſich von dem Blick des lieblichen Mädchens nicht treffen zu laſſen; allein es war vergebens: die Gewohnheit, Jeanne's Befehlen unbedingt zu gehorchen, beherrſchte ihn auch in dieſem Augenblick. Er blieb einen Augenblick gerade und unbeweglich wie eine Eiche vor Waldblume ſtehen; dann rief er dem angeblichen Vicomte mit einer Art von Geheul zu:

— Pack Dich fort!

Dieſer ließ ſich den Befehl nicht wiederholen, ſondern ſtürzte mit Haſt zur Thüre und verſchwand.

— Was Ismerie betrifft, brummte der Rieſe mit drohen⸗ der Miene, ſo iſt das was Anderes; ihre Angelegenheit werde ich ſpäter in Ordnung bringen!— Waldblume, ich beſchwöre Dich, lege für ſie keine Bitte ein; unſere Sitten ſind uns Boucaniern heilig; ich wäre genöthigt, Dir Deine Bitte abzu⸗ ſchlagen, und Du weißt, daß es Unglück bringt, Dir nicht zu gehorchen!

An der Art, wie Lederhaube dieſe Worte ſprach, begriff Jeanne, daß es vergebens wäre, in ihn zu dringen; ſie ſagte ihm bloß:

— Vergiß nicht, mein Freund, daß Ismerie, ſo lange ſie ſich unter unſerem Dache befindet, von Dir nichts zu fürchten haben kann!

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