Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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— Vollkommen, mein armer Lederhaube.

— Aber betrachte doch dieſen Zaunkönig mit Aufmerk⸗ ſamkeit— dieſe kleinen dürren Gliedmaßen, dieſes bartloſe Ge⸗ ſicht, dieſes blaſſe, krankhafte Ausſehen— ein einziger Fehler der Natur!

Der Unglückliche, den Lederhaube ſo derb behandelte, zit⸗ terte am ganzen Leibe; indeß nahm er ſich zuſammen, und ſprach mit von Furcht erſtickter Stimme:

— Mein Herr, Ihr Benehmen gegen mich iſt nicht das eines ehrenhaften Mannes! Es iſt nicht loyal, ſeine Kraft ſo zu mißbrauchen! Wenn Sie glauben, daß Sie ſich über mich zu beklagen haben— ich werde Ihnen aber beweiſen, daß das Un⸗ recht ganz auf Ihrer Seite iſt— ſo brauchen Sie von mir nur Rechenſchaft zu fordern! Ich bin bereit, die Sache mit Ihnen ſogleich auszufechten. Zum Teufel! ich bin ein Edelmann! Ich bin der Vicomte vnn Chamarande!

Dieſe Antwort, welche Lederhaube mit großem Gelächter aufnahm, ſchien auf den phlegmatiſchen Graubart einen lebhaf⸗ ten Eindruck zu machen.

— Matroſe, ſagte er, wenn dieſer Menſch ſeiner Behaup⸗ tung gemäß wirklich dem Adel angehört, ſo iſt Dein Benehmen tadelnswerth, und Du biſt ihm Rückſichten ſchuldig.

— Dieſer Mann, rief nun Alain, ſich in das Geſpräch miſchend, iſt ein Betrüger und ein Dieb. Ich rede von ihm als Zeuge. Er hat meinen Herrn in Frankreich beraubt und beſtohlen.

Auf dieſe ſo kategoriſche und ſo belaſtende Anklage wollte der vorgebliche Vicomte mit Keckheit antworten. Aber der be⸗ ſchimpfte Gatte verbot ihm mit einer gebieteriſchen und drohen⸗ den Geberde das Reden.

— Mein Ritter Louis, flüſterte Waldblume mit außeror⸗ dentlicher Verlegenheit, die Morvan in Erſtaunen ſetzte, es iſt leider nur allzuwahr, daß dieſer Menſch ſchuldig iſt! Indeß muß

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