Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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gar mit gebundenen Händen überliefern ſollen, wie ich es ge⸗ than habe! Und iſt denn der Eid, den ich ſo bitter bereue, genügend um mich in meiner Jugend zu hemmen und zu binden? Muß ich denn meine ganze Zukunft, das Glück meines ganzen Lebens einer einzigen Minute der Verirrung, der Thorheit opfern? Wer hindert mich denn Nativa ihre Freiheit zurückzugeben und meine Unabhängigkeit wieder zu gewinnen? Die Ehre! Die Morvans haben nie ihr Wort gebrochen. Alle haben den edlen Grundſatz befolgt:Thue was Du mußt, komme was mag. Ich bin ein Morvan, ich werde zu dulden wiſſen! Ueberhaupt, fuhr der junge Mann traurig lächelnd fort, wird mein Opfer von kürzerer Dauer und weniger ſchmerzhaft ſein, als meine Einbildungskraft mir es darſtellt! Wie thöricht iſt doch der Menſch zuweilen! Ich denke an die Zukunft,

während mich allenthalben der Tod umgibt! Thut*

ich muß meine Pflicht erfüllen!

Morvan drängte die Gedanken, die ihn beſtürmten, mit Gewalt von ſich, und beſchäftigte ſich mit der Fregatte. Obſchon der Wind noch immer ſo heftig war, ſo bemerkte der junge Mann dennoch, daß der Lauf des Schiffes langſamer geworden ſei.

Geht kräftig an die Pumpen, Freunde! rief er laut.

Bei dieſem Commando blieben die Flibuſtier unbeweglich.

Meiner Treu, Kamerad, antwortete ihm einer von ihnen, ſterben müſſen wir jedenfalls, und wir ziehen die Ruhe der Mühſal vor! WVir erkennen Dich für einen tapfern, kühnen und verſtändigen Offizier; aber der Teufel ſoll mir ſo⸗ gleich den Hals umdrehen, wenn wir uns im Mindeſten ſtören um Dir zu gehorchen! Wie willſt Du, daß ſechzehn ent⸗ kräftete Menſchen ohne andere Hilfe eine Fregatte lenken ſollen, in die von allen Seiten das Waſſer eindringt? Wahnſinn! Mit zweiſtündiger Arbeit vermindern wir das Waſſer im unter⸗ ſten Schiffsraume nicht einmal um einen Zoll! Das Beſte iſt,

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