Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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Gleichgewicht und in die Richtung des Windes zu bringen. Sobald dieſes zu Wege gebracht war, begab ſich Laurent zu Morvan, und eben als er hinkam, ſchlug Waldblume die Augen auf.

Wo bin ich? Was iſt vorgegangen? fragte ſie irr um ſich blickend. O, ich erinnere mich! Eine ungeheure Woge die Fregatte im Sinken Die Wogen riſſen mich fort ich fühlte mich ſterben. Du, mein Ritter Louis, haſt mich gerettet. Du thateſt Unrecht. Wenn Du wüßteſt wie ſüß es ſei zu ſterben!

Morvan ſenkte den Kopf, und wagte nicht zu antworten.

Matroſe, ſagte Laurent zu ihm mit ruhiger und feſter Stimme, ich fühle mich kaum fähig, der Schwäche, die mich niederdrückt, noch zwei Minuten zu widerſtehen. Ich habe zu viel Blut verloren, ich kann nicht mehr. Du mußt im Commando meine Stelle einnehmen. Da haſt Du meine Inſtruktionen.

Laurent erklärte ihm dann kurz und klar was er zu thun habe; dann ſagte er, indem er ſich niederlegte:

Ich befinde mich nicht wohl; wirf Deinen Mantel

auf mich, komm mir nicht zu Hilfe. Die Mannſchaft muß meinen, ich ſei eingeſchlafen.

Morvan nahm die Ohnmacht des Flibuſtiers, die ihm eine ſo große Verantwortlichkeit aufbürdete, zum Vorwand, um Waldblume zu bewegen, daß ſie ſich nach ihrer Kabine begebe; die Gegenwart des reizenden Kindes verwirrte ihn, es drängte ihn allein zu ſein, damit er ſeine Ideen in Ordnung bringe. Waldblume willfahrte ſeiner Bitte mit einer Gelehrig⸗ keit und einer Haſt, die ihn in Erſtaunen ſetzte.

Auf Wiederſehen, mein Ritter Louis, ſagte ſie mit ſanftem, faſt ſchüchternem Tone, ohne daß ſie es wagte die Augen aufzuſchlagen; wenn die Gefahr wächſt, ſo wirſt Du mich wohl

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